Illustration einer Stadtlandschaft vor türkisem Hintergrund
Quelle: Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance

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01. August 2022 | Teilen auf:

Der Immobilienmarkt ist von Unsicherheit geprägt

Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin vor großen Herausforderungen.

Der Erholungskurs, der sich noch Anfang des Jahres abzeichnete, wird durch verschiedene Faktoren gebremst. Großen Einfluss hat der Krieg in der Ukraine: Die Verknappung von Rohstoffen und anderen Vorprodukten sowie exorbitante Energiepreissteigerungen treiben die Inflation in die Höhe und führten zu der von der EZB eingeleiteten Zinswende. Auch nach zwei Jahren Pandemie bleibt Corona ein Thema. Die aus der strengen Lockdown-Politik Chinas resultierende Störung der Lieferketten beeinflusst die Weltwirtschaft. Zudem ist zu befürchten, dass die Infektionszahlen ab Herbst erneut ansteigen. Zur Verunsicherung trägt außerdem die Gefahr eines Gas-Lieferstopps bei.

Auch die Immobilienwirtschaft, als einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands, ist den deutlich gestiegenen Unsicherheiten ausgesetzt. „Die Immobilienmärkte in Deutschland haben sich bislang grundsätzlich robust präsentiert, jedoch bergen das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld derzeit zahlreiche Faktoren, die die Marktteilnehmer am gewerblichen Immobilienmarkt verunsichern“, berichtet Frank Schrader, Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance.

Für die Immobilienbranche stehen insbesondere die Verfügbarkeit von Materialien und Arbeitskräften sowie die Auswirkungen auf die Realwirtschaft im Fokus. Mit einem Transaktionsvolumen von 23,9 Milliarden Euro startete das Jahr 2022 noch sehr dynamisch. Im Vergleich zu Q1 2021 konnte ein erheblicher Anstieg in Höhe von 51 % verbucht werden[Quelle]. Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat sich die Transaktionsdynamik jedoch deutlich verlangsamt: Im zweiten Quartal wurden lediglich 11,6 Milliarden Euro verzeichnet.

Investmenttransaktionsvolumen in Deutschland H1 2022 (Gewerbe- und Wohnimmobilien insgesamt, ohne anteilige Übernahmen von Unternehmensanteilen)/Quelle: CBRE (Quelle: CBRE)

Der Einbruch der getätigten Transaktionen ist insbesondere auf die innerhalb kürzester Zeit spürbar veränderten Finanzierungskonditionen zurückzuführen. Verkäufer und Käufer befinden sich aktuell in einer von Unsicherheit geprägten Preisfindungsphase und müssen sich zunächst hinsichtlich ihrer Renditeerwartungen auf ein Niveau einpendeln, das für beide Seiten tragbar ist. „Wir erleben gerade, dass zwar erste Deals mit etwas geringeren Faktoren umgesetzt wurden. Vorherrschend ist aber die große Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der langfristigen Zinsen, die sowohl die Verkäufer- als auch die Käuferseite abwarten lassen und damit einige Abschlüsse in die Länge ziehen“, berichtet Schrader.

Quelle: Deutsche Hypo Immobilienklima Juli 2022 in Zusammenarbeit mit bulwiengesa

Das von der Deutschen Hypo herausgegebene Immobilienklima spiegelt ebenfalls die Unsicherheit am Markt wider. Unter 1.200 Immobilienexpert*innen wird monatlich das Stimmungsbild der Immobilienbranche ermittelt. Nachdem der Index im Juni 2022 den stärksten Einbruch seit Beginn der Pandemie erfahren hat, hat er sich im Juli auf dem niedrigen Niveau stabilisiert. Treiber dieser Entwicklung waren zwei gegenläufige Entwicklungen: Während das Investmentklima einen Rückgang um 9,5 % verzeichnete, erzielte das Ertragsklima gegenüber dem Vormonat wieder einen deutlichen Anstieg um 7,1 % auf 95,7 Punkte. Die Entwicklungen von Ertrags- und Investmentklima waren selten so gegenläufig wie im Monat Juli.

„Wir hoffen auf eine Erholung über die Sommermonate und rechnen nach Anpassung an das neue Zinsumfeld mit deutlich mehr Aktivität im vierten Quartal. Eine Zykluswende dürfte eher sanft ausfallen, solange sich die Gaskrise nicht verschärft und keine Rezession eintritt“, fasst Frank Schrader zusammen.

Portrait

Die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance ist das Kompetenzzentrum der Norddeutschen Landesbank für die Finanzierung gewerblicher Immobilien. Die Einheit ist in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Benelux, Spanien, Polen und Österreich geschäftlich aktiv und hat ihren Hauptsitz in Hannover. Zudem ist sie in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München sowie in London, Paris, Warschau, Amsterdam und Madrid präsent. Die NORD/LB zählt zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern. Weitere Informationen hier.

zuletzt editiert am 01.08.2022