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Smart Cities kommen bei Unternehmen gut an

Studie der Kanzlei Noerr zeigt: Kommunen forcieren das Thema Smart City, Unternehmen entdecken sein strategisches Potenzial.

Smart City
Smart Cities bergen Geschäftsmodelle für Unternehmen (Bild: Takashi Watanabe/Unsplash)

Immer mehr Kommunen in Deutschland wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen und sich zu intelligenten Städten (Smart Cities) weiterentwickeln. Die sich aus dieser Entwicklung für Unternehmen ergebenden Chancen werden zunehmend erkannt. Vorreiter sind Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie im Auftrag der Kanzlei Noerr, für die 120 Entscheider in Unternehmen und Stadtverwaltungen befragt wurden.

Das Thema Smart City spielt für knapp 80 Prozent der befragten Unternehmen heute oder in Zukunft eine wichtige Rolle. 35 Prozent der Befragten gaben an, sich bereits mit Smart-City-Lösungen zu befassen. Von den 65 Prozent, die das derzeit nicht tun, erwarten jedoch mehr als zwei Drittel (68 Prozent), dass sich dies in den kommenden fünf Jahren ändern wird.

Energie, Mobilität, Quartiersentwicklung und Verwaltung – 95 Prozent der Befragten bewerten die Vernetzung dieser Bereiche als entscheidende Voraussetzung für die Smart City. Eine Mehrheit der Unternehmen sieht die Digitalisierung als Chance, über den Austausch von mobilen Daten vernetzte, nachhaltige und ressourcenschonende Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Smart-City-Vorreiter sind vor allem Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten – sie halten das Thema für strategisch relevant, und deshalb haben viele Großunternehmen bereits ihre Managementstrukturen angepasst, Tochtergesellschaften gegründet und Wissen beziehungsweise technologische Lösungen durch Zukäufe von Start-ups oder durch Kooperationen erworben.

Die Chancen, die Smart Cities für Unternehmen bieten, liegen in einer horizontalen Vernetzung von vertikalen Handlungsfeldern – zum Beispiel durch die Verknüpfung von Energie, Mobilität und Stadtteilentwicklung. „Solche Verbindungen sind für die Umwandlung zu intelligenten Städten entscheidend“, betonte Dr. Holger Schmitz, Co-Leiter Regulierung & Governmental Affairs bei Noerr. Gefordert sei ein ganzheitlicher Ansatz zur Vereinigung der einzelnen Visionen und Ziele für Smart Energy („intelligente sichere Versorgung von Städten mit erneuerbaren Energien“), Smart Mobility („intelligente und nachhaltige Mobilität im Einklang mit den städtischen Gegebenheiten“), E-Government („eine bürger- und unternehmensfreundliche digitale Verwaltung“) und Quartiersentwicklung („hohe Lebensqualität durch intelligente Technologien“).

14.01.2021