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Signa: Größter deutscher Immobiliendeal des Jahres über 1,5 Milliarden Euro

Karstadt-Eigentümer Signa sorgt weiter für Schlagzeilen. Der Kauf von vier Kaufhausimmobilien und einer Beteiligung am Münchener Karstadt am Hauptbahnhof von der RFR Holding stellen den größten Immobiliendeal des Jahres dar.

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Aus der "Zeilgalerie" soll das "Upper Zeil" werden. Nun gehört die im Bau befindliche Einkaufspassage zum Signa-Imperium (Foto: Helaba)

Karstadt-Eigentümer Signa hat den bislang größten deutschen Immobiliendeal 2017 unter Dach und Fach gebracht. Vom Investor RFR übernimmt Signa das Hochhaus „Upper West“ in Berlin, das „Kaufmannshaus“ und die „Alsterarkaden“ in Hamburg sowie das im Bau befindliche Einkaufszentrum „Upper Zeil“ in Frankfurt und die 50-prozentige RFR-Beteiligung am „Karstadt am Münchner Hauptbahnhof“. Damit gehört das Gebäude nun komplett Signa.

Für das gesamte Paket zahlte Signa 1,5 Milliarden Euro. Die Gebäude verfügen über rund 160.000 Quadratmeter Mietfläche, davon 70.000 Quadratmeter Einzelhandel, 55.000 Quadratmeter Büro und 17.000 Quadratmeter Hotel.

Signa-Eigentümer René Benko hatte 2015 die Karstadt-Warenhäuser übernommen und kürzlich ein Angebot über drei Milliarden Euro für den Karstadt-Konkurrenten Kaufhof abgegeben. Laut Kaufhof-Eigentümer HBC enthält das Signa-Angebot keine Hinweise auf die Finanzierung.

Bereits im Jahr 2008 wollte die damalige Karstadt-Mutter Arcandor die Kaufhof-Kette übernehmen. Und 2009 plante wiederum der damalige Kaufhof-Eigentümer Metro, Karstadt zu kaufen. Medienberichten zufolge wollte Metro nach einer Fusion 40 der damals insgesamt 206 Filialen von Karstadt und Kaufhof schließen.

09.11.2017