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RICS gibt "Cities for our Future"-Shortlist bekannt

Die RICS hat die europäische Shortlist des weltweiten Wettbewerbs "Cities for our Future" bekannt gegeben.

Die RICS hat die europäische Shortlist des weltweiten Wettbewerbs „Cities for our Future” bekannt gegeben. Mit dabei sind:

  • Eine Technik zur Bekämpfung der Wasserknappheit in Kasan (Russland), die Wasser aus der Luftfeuchtigkeit gewinnt (von Anna Budnikova, Russland).
  • Ein Vorschlag zur Schaffung zusätzlicher Grünflächen in Mailand durch die Umgestaltung des Straßennetzes und Reduzierung von Parkplätzen (von Aitor Lopez, Spanien).
  • Die Schaffung der digitalen Wissensplattform „Sharing the Waterfront” gegen die Umweltverschmutzung in Neapel (von Maria Rosaria Angrosino, Italien).
  • Öffentliche Sitzbänke, die Regenwasser auffangen, zur Bekämpfung der Wasserknappheit in Posen (von Maria Dolniak, Polen).
  • Ein System zur Nutzung und Filterung von Regenwasser in Ballungsräumen (von Tijman Dekkers, Niederlande).

Dass jede Woche rund drei Millionen Menschen in Städte ziehen, stellt eine der größten Herausforderungen für die globale Gesellschaft dar. Das rapide Wachstum der Metropolen sorgt für eine zusätzliche Belastung der urbanen Infrastruktur und Versorgung. Viele Menschen leben in Elendsvierteln oder schlecht ausgestatteten Wohnungen und sind schlechter Luftqualität ausgesetzt. Der öffentliche Nahverkehr ist oftmals nicht ausreichend ausgebaut.

Die RICS hat deswegen zusammen mit der Unesco und der „Association of Commonwealth Universities” den Wettbewerb „Cities for our Future” gestartet. Der Ideenwettbewerb richtet sich an junge Menschen und sucht nach Lösungsansätzen für die dringendsten Probleme, denen Städte in Europa und weltweit ausgesetzt sind. Global wurden mehr als 1.200 Vorschläge eingereicht.

Sander Scheurwater, Regional Judge and Director Corporate Affairs, RICS Europe: „Der demografische Wandel und die Umweltbelastung durch moderne Großstädte stellen Herausforderungen für alle Metropolregionen in Europa dar. Die herausragenden Ideen der Wettbewerbsteilnehmer könnten ein Schlüssel zur Lösung dieser Probleme sein. Wir sind begeistert von der Kreativität und dem Enthusiasmus der Teilnehmer und trauen allen fünf ausgewählten Beiträgen den Gesamtsieg zu.”

Der europäische Wettbewerbsbeitrag wird im Juli gekürt und nimmt anschließend an der internationalen Vorausscheidung teil. Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von 56.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmer an der internationalen Vorausscheidung werden von einem RICS-Mentor beraten und bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützt. Der Gewinner des internationalen Wettbewerbs wird im November gekürt.

Sean Tompkins, RICS Global CEO: „Mit dem Wettbewerb ´Cities for our Future´ möchten wir jungen Talenten die Chance geben, durch ihre Ideen einen Beitrag zur Problemlösung zu leisten und die Lebensqualität in ihren Städten nachhaltig zu verbessern. Wir vertrauen darauf, dass uns politische Entscheidungsträger weltweit bei der Realisierung der ausgewählten Wettbewerbsbeiträge unterstützen, um die drängendsten Probleme ihrer Städte anzugehen.”

Weitere Informationen zur Shortlist:

  • Tijmann Dekkers aus den Niederlanden nimmt mit Delta X, einem kostengünstigen und leicht zu bauenden Regenwassersystem, am Wettbewerb teil. Bereits nach einer Bauzeit von nur einem Tag kann Delta X für die Regenwassersammlung und -filterung eingesetzt werden. Je nach Aufbau des Systems kann mehr oder weniger Regenwasser gesammelt werden.
  • Maria Dolniak aus Polen ist die Entwicklerin von REbench, einem System zur Regenwassersammlung durch Parkbänke, das sich in den urbanen Raum einfügt. REbench kann zusätzlich mit Abfalleimern, Bücherregalen oder Wasserpumpen für Kinder ausgestattet werden. Mit dem gesammelten Regenwasser soll die Wasserknappheit in Posen (Polen) mit Hilfe dieser Parkbänke bekämpft werden.
  • Laut Aitor López, der die Idee mit seinem Team an der Universität Politècnica de València in Spanien entwickelt hat, können durch eine Umstrukturierung des Mailänder Straßennetzes über einen Zeitraum von 30 Jahren und den Einsatz von autonomen Fahrzeugen zusätzliche Parkplätze und Grünflächen geschaffen werden. Mit diesem Wettbewerbsbeitrag sollen durch eine Umgestaltung des Mailänder Straßennetzes zusätzliche Grünflächen entstehen.
  • Die Russin Anna Budnikova nimmt mit ihrer neuen Technologie Hydromatter zur Wassergewinnung aus der Luftfeuchtigkeit am Wettbewerb teil. Mit dieser Idee soll die Wasserknappheit in Kasan (Russland) verringert werden.
  • Maria Rosaria Angrosino aus Italien möchte die Informationsversorgung für Bürger, Politiker und Wissenschaftler verbessern, um ihr Engagement für den lokalen Umweltschutz zu fördern. „Sharing the Waterfront” ist eine digitale Plattform zur Überwachung der Umweltverschmutzung in Neapel und zur Bewusstseinsbildung.

04.07.2018