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RICS: Auswirkungen der Corona-Krise auf Assetklasse Wohnen im Vergleich gering

Nach Angaben der RICS Deutschland sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Assetklasse Wohnen zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht absehbar und auch von der Länge der Krise abhängig. Im Vergleich zu anderen Immobilienanlagen werden sie jedoch vergleichsweise gering ausfallen.

Sabine Georgi, Country Managerin der RICS Deutschland: „Die Turbulenzen an den Börsen, sowie die zu anderen Assetklassen vergleichsweise sichereren Mieteinnahmen machen Wohnimmobilien gerade für institutionelle Investoren besonders in Krisenzeiten eher interessant. Überdies werden die Finanzierungszinsen niedrig bleiben. Daraus speiste sich im Wesentlichen der Preisanstieg der letzten Jahre.“

Martin Eberhardt FRICS, Vorstandsvorsitzender der RICS Deutschland: „Entscheidend wird dabei sein, in welchem Ausmaß sich die Bonität der Mieter eintrübt, und wie die Politik in Richtung Rettungsschirm der Arbeitsplätze umgehen wird. Wir erwarten kurzfristig eher kein Szenario, dass flächendeckend Menschen ihre Miete nicht bezahlen werden können, da der Staat viel tun wird, dieses zu verhindern.“

Bei der Vermietung von Wohnungen verteilt sich das Risiko für Investoren zudem auf eine hohe Anzahl an Einzelmietverträgen mit privaten Haushalten. Das sich daraus ergebende Mietaufkommen wird sich daher nicht dramatisch reduzieren. „Die Erfahrungen in der Finanzkrise haben uns gelehrt, dass die Fluktuation gering blieb – anwachsende Leerstände sind damit nicht zu erwarten“, führt Georgi aus.

Die RICS geht davon aus, dass in den nächsten Wochen bei Privatkunden allerdings mit einem spürbaren Rückgang der Verkäufe und Neuvermietungen zu rechnen ist, was Auswirkungen auf die Projektentwicklungslandschaft haben wird.

25.03.2020