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Berlin: Wohnen über dem Supermarkt

Rewe hat seine Filiale im neugebauten Dolgensee-Center in Berlin-Lichtenberg eröffnet.

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Die Bewohner des Dolgensee-Centers im Berliner Bezirk Lichtenberg haben es nicht weit zum nächsten Supermarkt. (Bild: Rewe)

Bauflächen sind knapp in Berlin, die optimale Nutzung des vorhandenen Raums wird immer wichtiger. Eine Lösung für die Hauptstadt: Die Kombination aus Wohnen und Einkaufen. Rewe hat nun nach Märkten in Schöneberg (Bautzener Straße), Fennpfuhl (Alfred-Jung-Straße) und Prenzlauer Berg (Pappelallee) auch in der Dolgenseestraße in Friedrichsfelde einen Supermarkt im Erdgeschoss eines neu gebauten Wohnkomplexes bezogen. Knapp 2.000 Mietwohnungen und Studenten-Appartements gibt es somit allein in Berlin über Rewe-Supermärkten. Bauherr des Dolgensee-Centers mit 678 Wohnungen verteilt auf zwei Gebäude ist OFF Immobilien, die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobag übernimmt den Komplex nach der Fertigstellung.

„Die kombinierte Nutzung aus Wohnraum und Gewerbe passt an dieser Stelle sehr gut, zumal endlich eine alte Brachfläche verschwindet. Das kann auch andernorts eine Lösung sein“, sagt Rewe-Expansionsmanager Thomas Löschmann, der das Mischnutzungsprojekt viele Jahre begleitet hat. Auf dem Areal zwischen Rummelsburger Bucht und Tierpark werden rund 1.200 neue Bewohner einziehen. Die Hälfte der Wohnungen zählen zum geförderten Wohnungsbau mit vergleichsweise niedrigen Nettokaltmieten, etwa ein Drittel aller Wohnungen ist barrierefrei gestaltet.

Ihre Speisekammer haben die Anwohner direkt im Erdgeschoss: Auf einer Verkaufsfläche von 1.700 Quadratmetern bieten Kaufmann Marcel Tuffin und sein 30-köpfiges Marktteam etwa 18.000 verschiedene Produkte an. „Bei der Planung hatten wir die Bedürfnisse unserer Nachbarn durchweg im Blick. Zwei Beispiele: Die Einkaufswagen sind bei uns innen platziert und in der Anlieferzone wurde die Decke mit Gelplatten versehen, damit die Geräusche der Lieferfahrzeuge gedämpft werden“, erklärt Tuffin.

21.09.2020