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Praxiswissen und Netzwerk

Die neu gestartet ZIA-Akademie will Führungskräfte von Immobilienunternehmen weiterbilden. Neben harten Fachthemen gibt es viele Kommunikations- und HR-Workshops. Und: Es herrscht Anwesenheitspflicht.

Sun Jensch wird dritte Geschäftsführerin des ZIA (Bild: IVD)
Sun Jensch wird dritte Geschäftsführerin des ZIA (Bild: IVD)

Frau Jensch, warum hat der Zentrale Immobilien Ausschuss die ZIA Akademie ins Leben gerufen?
Sun Jensch: Die Immobilienwirtschaft ist eine der volkswirtschaftlich bedeutendsten Branchen des Landes und sie ist auf das Wissen der Menschen, die in ihr arbeiten, angewiesen. Die ZIA-Akademie entstand ursprünglich bereits im vergangenen Jahr, im Zuge der Integration des bsi. Sie soll eine Talentschmiede für die Experten von heute und morgen sein und Know-how vom Grundlagenwissen bis hin zur Spezialkenntnis vermitteln. Für mich ganz persönlich war der geplante Neustart der Akademie übrigens einer der Gründe, als Geschäftsführerin zum ZIA zu kommen.

Was unterscheidet die ZIA-Akademie von anderen Weiterbildungseinrichtungen der Branche?
Sun Jensch: Es gibt bereits eine gute und professionelle Weiterbildungsbildungslandschaft für die Branche in Deutschland. Unsere Angebote unterscheiden sich vor allen Dingen von den wissenschaftlichen Angeboten der Hochschulen. Aus meiner Sicht bieten wir drei USPs. Erstens: Unsere Kurse haben einen hohen Bezug zur Praxis – von Experten aus der Branche für Talente in der Branche. Zweitens: Der Netzwerkaspekt. Der ZIA verfügt über ein extrem gutes, belastbares, starkes Netzwerk, von dem unsere Teilnehmer und Mitglieder bestens profitieren. Und drittens: Unsere Lage in der Hauptstadt Berlin und damit die unmittelbare Nähe zur Politik.

Welches Konzept hat die ZIA-Akademie zu ihrem Start?
Sun Jensch: Es ist ein lebendiges Konzept, das wir entlang der Wertschöpfungskette an den fünf Cluster-Themen (s. Kasten) ausrichten. Dabei wollen wir immer wieder aktuelle Trends aufgreifen, moderne Formate anbieten und das Angebot beständig ausbauen. Zunächst werden wir 60 bis 80 Kurse pro Jahr haben, ab 2021 könnten es dann knapp 100 sein.

Die 5 Cluster der ZIA-Akademie

  1. Projektentwicklung & Asset Management
  2. Energy & Smart Building
  3. Finanz & Kapitalmarkt
  4. Kommunikation & Digitalisierung
  5. Human Resources & Organisation

Welche Zielgruppen innerhalb der Unternehmen sprechen Sie an?
Sun Jensch: Wir adressieren rund 37.000 Firmen und dort immer die Führungsebene. Das sind die Geschäftsführer, können aber auch Abteilungs- und Projektleiter sein.

Auf welche Seminarformen setzen Sie dabei?
Sun Jensch: Die Angebote der Akademie sind klassische Ein-Tages-Präsenz-Workshops für acht bis 22 Teilnehmer. Dabei spielt der Netzwerkaspekt für uns eine zentrale Rolle. Die Art der Kurse hängt von den Dozenten ab und ob sie im Workshop-, Think Tank- oder lieber im klassischen Seminarformat arbeiten wollen. Webinare, bei denen die Teilnehmer nicht physisch zusammenkommen, werden zunächst mal keine Rolle spielen.

Interview: Markus Gerharz

07.06.2019

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