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Potenzial auf mehr als zwei Millionen zusätzliche Wohnungen in Deutschland

Eine neue Studie von TU Darmstadt und dem Pestel-Institut hat errechnet, dass es in Deutschland ein Potenzial von weit mehr als zwei Millionen zusätzlichen Wohnungen gibt - ohne auch nur einen einzigen Quadratmeter Bauland auszuschreiben.

In Deutschland gibt es laut einer neuen Studie erhebliches ungenutztes Wohnraum-Potenzial (Foto: Ricardo Gomez Angel/Unsplash.com)
In Deutschland gibt es laut einer neuen Studie erhebliches ungenutztes Wohnraum-Potenzial (Foto: Ricardo Gomez Angel/Unsplash.com)

Deutschland hat die Chance auf weit über zwei Millionen zusätzliche Wohnungen – ohne dafür auch nur einen Quadratmeter Bauland mehr zu benötigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutschland-Studie 2019 der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts in Hannover.

Die Wissenschaftler haben dazu bislang kaum genutzte Wohnraum-Reserven ermittelt: Die Studie empfiehlt ein konsequenteres Nutzen vorhandener Gebäude. Profitieren sollen insbesondere Städte mit hohen Mieten. Im Fokus dabei: Nicht-Wohngebäude. So böten Geschäftshäuser, alte Fabriken und Bürokomplexe ein enormes Potenzial für zusätzliche Wohnungen – durch Aufstockung – also On-Top-Etagen auf den Dächern – und durch den kompletten Umbau zu Wohnungen.

Auch öffentliche Gebäude hat die Studie ins Visier der Wohnraumbeschaffung genommen: Gerichte, Finanzämter, Kirchen. Enorme Ressourcen bieten zudem Parkhäuser mit draufgesattelten Wohnungen oder Discounter – nach Abriss und Neubau. Auch in Tankstellen und vorhandenen Parkplätzen sieht die Studie ungenutztes Wohnraum-Potenzial. Zusätzlich plädieren die Wissenschaftler für eine Offensive bei der Dachaufstockung – insbesondere bei Wohngebäuden der 50er- und 60er-Jahre.

Konkrete Zahlen dazu präsentieren die TU Darmstadt und das Pestel-Institut bei der Vorstellung der Deutschland-Studie 2019: „Wohnraum-Potenziale in urbanen Lagen – Aufstockung und Umnutzung von Nicht-Wohngebäuden“ – mit Best-Practice-Beispielen in der kommenden Woche.

18.02.2019