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Neuer Impuls für Hauptbahnhof Mönchengladbach-Rheydt

Das marode Empfangsgebäude wird zurückgebaut, um Platz für eine neue Polizeiwache sowie Handels- und Büroflächen zu schaffen.

Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) überplant für eine neue Wache der Mönchengladbacher Polizei das marode Empfangsgebäude des Bahnhofs in Rheydt. Die Polizei wird im Neubau 1.700 Quadratmeter dort anmieten.

2021 wird das Empfangsgebäude am Hauptbahnhof Rheydt zurückgebaut, um Platz für eine Polizeiwache sowie für Handels- und Büroflächen und Tiefgaragenplätze zu machen. Seit 2018 sind EWMG und Polizei bereits miteinander im Gespräch. 2019 hat die EWMG in enger Abstimmung mit den Anforderungen der Polizei die Funktionalplanung für das neue Gebäude erarbeitet. „Die zeitintensiven Verhandlungen und Planungen haben sich gelohnt“, sagt EWMG-Chef Schückhaus mit Verweis auf verständliche Forderungen und Sorgen der Bevölkerung bezüglich des schlechten Zustands des Altgebäudes. „Wir werden das Projekt jetzt konsequent vorantreiben.“ Nach der europaweiten Ausschreibung für die Architektenleistungen steht Anfang 2021 der Abriss des Altbestands auf der Agenda. Mit dem Neubau soll Anfang 2022 begonnen werden, sodass Fertigstellung und Bezug ab Ende 2023 erfolgen können. Der Mietvertrag mit der Polizei läuft über 20 Jahre mit der Option, die Vertragslaufzeit zweimal um fünf Jahre zu verlängern.

Auf der Fläche sind zwei Gebäudeteile geplant, wobei eines ausschließlich für die Nutzung durch die Polizei vorgesehen ist. Das Projekt hat Leuchtturmcharakter über Rheydt hinaus.

Ausbau des Hockey-Leistungszentrums

Bei der Jahrespressekonferenz der EWMG wurden weitere Bauvorhaben präsentiert. Eines der größten Projekte der kommenden Jahre in Mönchengladbach ist das neue nationale Hockey-Leistungszentrum. Dafür steht aktuell der Bau eines Sporthotels an. In einem zweistufigen europaweiten Architekturwettbewerb konnte Otten Architekten die Fachjury unter Beteiligung politischer Vertreter überzeugen und sich gegen vier Mitbewerber durchsetzen.

Geplant sind neben 60 Übernachtungszimmern auch Seminarräume, Küche, Speiseraum und Backoffice sowie Flächen für Fitness- und Krafttraining, Gymnastik und Physiotherapie. Im nächsten Schritt wird im dritten Quartal 2020 die europaweite Betreibersuche für das Sporthotel gestartet. Baubeginn ist für das zweite Quartal 2021 geplant, Fertigstellung ein Jahr später.

Der Deutsche Hockeybund hat eine Jahresbelegung von rund 5.000 Übernachtungen zugesagt. Übrige Kapazitäten können frei vermarktet werden, wobei ein Schwerpunkt auf Sportgästen liegen soll. Ein Betreiber für das Budget-Hotel muss noch gesucht werden. In einem zweiten Bauabschnitt entsteht in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld eine Kaltlufthalle, die den ganzjährigen Trainings- und Spielbetrieb erlaubt. Das gesamte Vorhaben wird vom Land NRW mit circa 10,5 Millionen Euro gefördert.

Konzeptvergabe für Wohnungsbau

Erstmals nutzt die Stadt bei eigenen Flächen, die zum Wohnungsbau ausgeschrieben werden, das Instrument der Konzeptvergabe. Es kommt beim geplanten Wohngebiet an der Regentenstraße im Stadtteil Eicken ebenso zum Einsatz wie bei Grundstücken an der Winkelner Straße im Stadtteil Hardt. Dort sollen auch Aspekte des nachhaltigen Bauens einfließen.

Im Jahr 2021 werden weitere Wohnbaugrundstücke an den Markt kommen, kündigte Dr. Ulrich Schückhaus an. Sie liegen am Stationsweg in Venn, an der Kruchenstraße in Giesenkirchen und an der Frankenstraße in Rheydt. "Die Nachfrage nach Wohnbauflächen ist immens, sowohl bei Investoren als auch bei Häuslebauern", sagte Schückhaus.

08.06.2020