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Offene Fonds: Degi German Business mit besten Restportfolio

Drescher & Cie Immo Consult veröffentlicht die finale Studie über die Qualität der Immobilienportfolios der in Abwicklung befindlichen Offenen Immobilienfonds. Darin werden auch die bereits eingetretenen Wertverluste genannt.

Die Drescher & Cie Immo Consult AG hat die in Abwicklung befindlichen offenen Immobilienfonds hinsichtlich ihrer Portfolioqualität untersucht. Die Abwicklungsprozesse der Offenen Immobilienfonds sind nun fast vollständig auf der Zielgeraden angekommen. Bis auf den Catella Focus Nordic Cities sind mittlerweile siebzehn offene Immobilienfonds auf die jeweiligen Verwahrstellen übergegangen und werden nun auf diesem Wege endabgewickelt.

Ergebnis Restportfolioqualität
Auf Platz Eins in der restlichen Portfolioqualität liegt der Degi German Business, gefolgt vom Axa Immosolutions. Diese beiden Fonds verfügen somit die attraktivsten Rest-Immobilienportfolien, wobei sich die Anzahl der analysierten Objekte vor Übergang deutlich reduziert hat und somit nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit und Aussagekraft gegeben ist. Am Ende der Tabelle rangieren der SEB Global Property Funds und der Degi Global Business.

Die Vermarktung dieser Restportfolien sehen die Macher der Studie, auch nach erfolgtem Übergang auf die Verwahrstellen, als eine große Herausforderung. Die Aussage hinsichtlich der Portfolioqualität müsse unbedingt in den Kontext der bereits entstandenen Verluste, noch möglicher Verluste und geleisteter Rückzahlungen gestellt werden.

Dazu weist die Studie auch die eingetretenen Wertverluste mit Hilfe der Kennziffer „Cash Burn Rate“ aus. Die Kreditquote ist bei den meisten Fonds vor Übergang auf 0 Prozent reduziert worden und die Objektqualität der Fonds nimmt weiterhin im Prozessverlauf kontinuierlich ab.

Regelung zur Grunderwerb-Steuer hat massiven Einfluss
Mit Wirkung vom 31.12.2015 hat der Bundestag beschlossen, dass bei der Abwicklung offener Immobilienfonds für inländische Grundstücke nicht wie bisher zweimal Grunderwerbsteuer entrichtet werden muss. Damit kam es grunderwerbsteuerlich zu einer massiven Ungleichbehandlung zwischen Fonds, deren Übergänge auf die Verwahrstelle vor oder nach diesem Stichtag lagen. Aus diesem Grund initiierten viele Fondshäuser frühzeitige Verkäufe Ihrer Deutschland- Portfolien in ein komplexeres Marktumfeld.

Bei einer unterstellten durchschnittlichen Grunderwerbsteuerbelastung von fünf Prozent hätten den Anlegern ansonsten auf das abzuwickelnde deutsche Gesamtportolio steuerliche Nachteile von bis zu rund 300 Millionen Euro gedroht. Die meisten Manager handelten im Sinne ihrer Anleger und reduzierten die Deutschland-Portfolien deswegen mit Priorität. Die erzielten Abwicklungsergebnisse sind auch in diesem Kontext zu würdigen.

12.10.2017