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Neuer Bürocampus in Hannover geplant

Strabag Real Estate plant ein modernes Büroensemble mit rund 40.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche an der Podbielskistraße in Hannover Bothfeld.

Derzeit steht auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Grundstück, in unmittelbarer Nähe zur HDI Versicherungszentrale, ein nicht mehr sanierungsfähiger Bürokomplex aus den 70er Jahren. Da die Neubebauung zugleich eine optische Aufwertung des architektonisch heterogenen Viertels bewirken soll, erarbeiteten die Stadt Hannover und Bauherrin Strabag Real Estate (SRE) gemeinsam ein städtebauliches Konzept, das künftig drei Baukörper vorsieht.

Drei Bauabschnitte, drei Gewinner

Um für den Standort die beste Lösung zu finden, lobte SRE einen Wettbewerb für das gesamte Areal aus. Insgesamt nahmen zwölf Architekturbüros teil (Liste s.u.). Formuliertes Wettbewerbsziel war es, ausgereifte Entwürfe zu identifizieren, die wirtschaftlich und funktional ebenso überzeugen wie ökologisch und ästhetisch. Außerdem legte die neunköpfige Fachjury einen besonderen Fokus auf die Einpassungsfähigkeit der Beiträge in das erarbeitete städtebauliche Konzept. Da jeder Bauabschnitt von einem anderen Architekturbüro realisiert werden soll, galt es letztendlich auch Einreichungen zu wählen, die miteinander einen harmonischen Dreiklang bilden.

Für den westlichen Bauabschnitt qualifizierte sich das Hamburger Büro KPW Papay Warncke und Partner Architekten (KPW). Der mittlere Ensembleteil wird nach Entwürfen von Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten aus Berlin (Müller-Reimann) realisiert, während das östliche Gebäude den Gestaltungsideen von Westphal Architekten BDA (Westphal), Bremen folgen wird.

Sieg der aufgeräumten Steinfassaden

Dem Wettbewerbsbeitrag von KPW prognostizierte das mit Professionellen aus Architektur, Stadtplanung und Immobilienwirtschaft zusammengesetzte Expertengremium eine „deutliche Bereicherung“ am Ausgang der Podbielskistraße. Das städtebauliche Konzept wird antizipiert und die plastische Ausgestaltung der Ziegelfassaden nimmt Anleihen bei der für Hannover typischen Industriearchitektur, wie sie auch entlang der Podbi zu finden ist.

Der Entwurf des Berliner Architekturbüros Müller-Reimann überzeugte mit einem klar geordneten und rhythmisierten Fassadenbild aus hellgelbem Verblendstein. Positiv fiel bei der Fachjury ins Gewicht, dass das Gebäude auf einem ausdrucksstarken Sockel ruht und die Planung trotz ihrer architektonischen Stringenz heiter und lebendig wirkt.

Auch dem Entwurf des Bremer Büros Westphal bestätigten die Juroren eine gelungene Interpretation der Auslobung. Für den östlichen Bauabschnitt qualifizierte sich der Entwurf mit einer Fassade aus gebrannten Ziegeln, deren klare und konsequente Struktur optisch Ruhe in die heterogene Nachbarschaft bringt. Lobend hob die Jury auch die guten licht- und klimatechnischen Innenraumverhältnisse hervor.

Moderner Campus im Dialog mit Bothfeld

„Die hohe Qualität der Entwürfe hat uns positiv überrascht. Entsprechend hart hat die Fachjury gerungen, um die wirklich beste Wahl zu treffen“, dankt Detlev Neuhaus, SRE-Bereichsleiter Hannover, sowohl den teilnehmenden Büros als auch allen Juroren für ihr hohes Engagement.

Übersicht Wettbewerbsgewinner

  • Westliches Baufeld: KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB, Hamburg
  • Mittleres Baufeld: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
  • Östliches Baufeld: Westphal Architekten BDA, Bremen

Weitere teilnehmende Büros

  • ACMS Architekten GmbH, Wuppertal
  • ahrens & grabenhorst architekten stadtplaner, Hannover
  • Architekten BKSP Grabau Obermann Ronczka & Partner, Hannover
  • Astoc Architects and Planners GmbH, Köln
  • Carsten Roth Architekt, Hamburg
  • Gruppeomp Architektengesellschaft mbH, Hannover
  • schulze & partner GbR, Hannover
  • SEP Architekten Bockelmann Klaus PartG mbB, Hannover
  • Weinmiller Großmann Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB, Berlin

23.07.2020