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Münchener Hyp finanziert deutlich mehr

Die Münchener Hyp baut ihr Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung deutlich aus. Der Zins- und Provisionsüberschuss erhöht sich um rund 14 Prozent auf mehr als 207 Millionen Euro.

Die Münchener Hypothekenbank eG hat im Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung erneut ein Rekordergebnis erzielt. Sie steigerte im Geschäftsjahr 2018 das Zusagevolumen an neu vergebenen Hypothekendarlehen um zwölf
Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Mit dem guten Neugeschäft konnte die Bank zudem ihre Ertragskraft weiter stärken und die Hypothekenbestände ausweiten. So stieg der Zins- und Provisionsüberschuss um 14 Prozent auf 207,6 Millionen Euro. Die Hypothekenbestände kletterten erstmals über die Marke von 30 Milliarden Euro auf 32,0 Milliarden Euro.

Gewerbliche Immobilienfinanzierung ausgebaut
Das Wachstum des Neugeschäfts geht vor allem auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung zurück. In diesem Geschäftsfeld stieg das Volumen an neu zugesagten Darlehen um 34 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Auslandsgeschäft, das sich mit 1,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelte.

In der privaten Wohnimmobilienfinanzierung in Deutschland hielt die MünchenerHyp das hohe Niveau der Vorjahre und konnte das Zusagevolumen um zwei Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro erhöhen. „Wir sind mit der Entwicklung unseres Neugeschäfts sehr zufrieden. In einem äußerst anspruchsvollen Marktumfeld haben wir uns gut behaupten und das Vorjahresergebnis deutlich ausbauen können. Dabei haben wir im gewerblichen Geschäft die Finanzierung einiger
markanter und prominenter Gebäude für uns gewinnen können“, resümiert Dr. Louis Hagen, Vorsitzender des Vorstands der Münchener Hyp.

Die Ertragskraft der Bank hat sich 2018 weiter verbessert. Der Zinsüberschuss stieg um neun Prozent auf 280,1 Millionen Euro. Die Provisionsaufwendungen bewegten sich erneut auf Vorjahresniveau. Bei gestiegenen Provisionserträgen erhöhte sich somit der Zins- und Provisionsüberschuss um 14 Prozent auf 207,6 Millionen Euro.

Da die Bank im Neugeschäft ihre konservative Finanzierungsausrichtung beibehielt, bewegt sich die Risikovorsorge im
Kreditgeschäft erneut auf sehr niedrigem Niveau. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 76,0 Millionen Euro. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 27,3 Millionen Euro verbleibt ein Jahresüberschuss von 48,7 Millionen Euro.

Erfolgreiche Pfandbriefemissionen
Unter den Pfandbriefemissionen ragte der erste ökologische Nachhaltigkeitspfandbrief (ESG Pfandbrief) der Bank heraus. Der nachhaltige Hypothekenpfandbrief wurde im Benchmarkformat von 500 Millionen Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Monat sowie einem Kupon von 0,250 Prozent begeben. Die Emission wurde vor allem von Investoren, die sich auf grüne und nachhaltige Investments spezialisiert haben, sehr stark nachgefragt. Darüber hinaus begab die MünchenerHyp eine weitere Benchmarkemission, einen Hypothekenpfandbrief über ebenfalls 500 Millionen Euro mit einer Laufzeit von neun Jahren und vier Monaten sowie einem Kupon über 0,625 Prozent.

Bei den Fremdwährungsemissionen der Bank lag der Schwerpunkt auf Emissionen in Schweizer Franken, mit einem Volumen von insgesamt 1,1 Milliarden Schweizer Franken. „Damit wird eindrucksvoll der gute Ruf der MünchenerHyp als Emittent auch im Ausland belegt“, sagt Dr. Louis Hagen.

Hypothekenbestände auf Rekordniveau
Die Bilanzsumme wuchs um 1,5 Milliarden Euro auf 40,4 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2018. Der Bestand an Hypothekendarlehen erhöhte sich um 2,7 Milliarden Euro auf rund 32,0 Milliarden Euro. Der Großteil des Zuwachses entfiel mit 1,1 Milliarden Euro auf die private Wohnimmobilienfinanzierung in Deutschland. Der Bestand im Kreditgeschäft mit Staaten und Banken reduzierte sich entsprechend der Geschäfts- und Risikostrategie der MünchenerHyp auf 4,5 Milliarden Euro (Vorjahr
5,7 Milliarden Euro).

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder der MünchenerHyp stiegen um 27,7 Millionen Euro auf 1.032,6 Millionen Euro. Die harte Kernkapitalquote der MünchenerHyp lag zum Jahresende 2018 bei 21,7 Prozent (Vorjahr 23,8 Prozent). Die Kernkapitalquote belief sich zum selben Datum auf ebenfalls 21,7 Prozent (Vorjahr 23,8 Prozent) und die Gesamtkapitalquote auf 22,9 Prozent (Vorjahr 25,2 Prozent). Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresende 2018 unverändert auf 3,4 Prozent.

08.04.2019