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München: Zwei Türme für Paketpost-Areal

Herzog & de Meuron präsentieren den Masterplan für das Projekt an der S-Bahn-Station Hirschgarten.

Herzog & de Meuron
Der Masterplan für das Paketpost-Areal in München. (Bild: Herzog & de Meuron)

München schlägt ein neues Kapitel in der Hochhausdiskussion auf: Direkt neben der denkmalgeschützten Paketposthalle im Münchener Stadtteil Neuhausen planen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron zwei Türme mit je rund 155 Meter Höhe. Die rund 18.000 Quadratmeter große Halle wird saniert und steht der Öffentlichkeit für Kunst-, Kultur- und Sportveranstaltungen zur Verfügung.

Das neue Stadtteilzentrum, das auf einer Gesamtfläche von rund 87.000 Quadratmetern entsteht, wird von der Münchener Büschl Gruppe entwickelt und bietet Raum für Wohnen, Arbeiten, Einkauf und Gastronomie, aber auch soziale Einrichtungen, eine Kita und ein Seniorenheim. Die Wohnungen sollen in sechsstöckigen Blöcken Platz finden.

Mittelpunkt des Areals wird die in den 1960er Jahren gebaute, ehemalige Paketposthalle sein, lange Zeit die größte freitragende Halle der Welt aus Betonfertigteilen. Sie steht als prägender Industriebau dieser Zeit unter Denkmalschutz. Bis 2023 nutzt die Post die Halle. Dann wird sie restauriert und bietet Platz für feste kulturelle Einrichtungen, aber auch wechselnde künstlerische und sportliche Events sowie Märkte.

Das Bebauungsplanverfahren für das Paketpost-Areal startet im Herbst 2019. Geplant ist, dass die Baumaßnahme nach dem Auszug der Post ab 2024 realisiert wird. Während der gesamten Planungs- und Genehmigungszeit wird ein enger und intensiver Bürgerdialog stattfinden.

24.07.2019