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Schalter umgelegt

Durch die Pandemie sind auf Führungskräfte und Mitarbeiter ganz neue Aufgaben zugekommen. Ein Auszug aus unserer aktuellen Printausgabe mit dem Schwerpunkt "Verantwortung". Heute: Kampmeyer Immobilien.

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Der Besichtigungsroboter Sam ist in der Pandemie besonders hilfreich, denn so können die Mitarbeiter des Maklerhauses Kampmeyer ihre Kontakte reduzieren. (Bild: Immopartner Stefan Sagraloff)

„Gut, dass wir schon vor der Pandemie digital unterwegs waren. So mussten wir nur noch den Schalter umlegen“, berichtet Roland Kampmeyer. Seit 25 Jahren ist der Kölner mit Filialen in Bonn, Düsseldorf und Köln als Makler unterwegs. „Wir haben im Frühjahr 2020 alle Mitarbeiter nach Hause geschickt, ihre Arbeitsplätze dort eingerichtet und seitdem keine Beratung mehr in unseren Büros durchgeführt“, erzählt er.

Ebenso wichtig wie die Ausstattung sei es, Transparenz zu schaffen, sagt Kampmeyer. „Gemeinsam mit dem Team haben wir festgelegt, welche Befugnisse der Einzelne hat.“ Für ihn als Unternehmer hieß es seit Beginn der Pandemie, maximale Präsenz zu zeigen. „Dadurch fühlen sich die Kolleginnen und Kollegen sicher und können sich auf ihre Arbeit konzentrieren.“

Seit 2020 werden die Mitarbeiter von einem kleinen Kollegen unterstützt: Sam, dem Besichtigungsroboter. „Bevor ein Kunde eine Wohnung oder ein Haus real sieht, muss er mit uns eine digitale Runde drehen“, berichtet der Firmengründer. „Gefällt sie ihm, werden die finanziellen Verhältnisse geklärt. Passt alles, kommt es zur Besichtigung. Wir versuchen, einen Verkauf mit maximal drei Besichtigungen zu realisieren“, sagt er. Leicht sei das nicht immer: „Manchmal ist es schwierig, klare Kante zu zeigen. Aber Kompromisse machen wir nicht, Augen zu und durch ist keine Option. Der Gesundheitsschutz aller Beteiligten steht an vorderster Stelle.“

Als der erste Lockdown über die Republik hereinbrach, wusste Kampmeyer nicht, was auf ihn zukam. „Wir haben mit den Mitarbeitern auch über Kurzarbeit gesprochen. Das sahen die Arbeitsverträge eigentlich nicht vor, aber auch dieser Notfallplan gehörte zur Transparenz. Am Ende wurde 2020 das erfolgreichste Geschäftsjahr unserer Firmengeschichte“, freut er sich.

Dieser Artikel stammt aus der immobilienmanager Ausgabe 3-2021 (Autorin: Ines Rákóczy)

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22.03.2021