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Mipim 2019: Award-Sieger und Stimmen

Die Mipim 2019 ist vorüber und Deutschland kann sich über zwei der begehrten Mipim-Awards freuen. An wen die Auszeichnungen gehen und erste Stimmen zur internationalen Immobilienmesse lesen Sie hier.

Sonnenbrillen raus, es ist Mipim: Auch 2019 traf sich die Immobilienwirtschaft bei bestem Wetter in Cannes zum Stelldichein (Foto: Reed Midem)
Sonnenbrillen raus, es ist Mipim: Auch 2019 traf sich die Immobilienwirtschaft bei bestem Wetter in Cannes zum Stelldichein (Foto: Reed Midem)

Die Mipim 2019 ist Geschichte. Die Mipim 2019 war vordergründig genauso wie die letzten beiden Jahre: ein bisschen Brexit-Talk, ein bisschen konjunkturelle Eintrübung, ein bisschen politische Risiken in der Welt", zieht Professor Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research Catella, sein Fazit. „Doch bei der tieferen Analyse lassen sich einige Dinge feststellen", ergänzt er. Seiner Meinung nach ist derzeit das größte Risikohandeln bei Finanzierungsinstituten auszumachen. Hoffnungen auf Zinsveränderungen in 2019 wurden seiner Meinung nach weitgehend abgeschrieben.

Auch Professor Dr. Nico B. Rottke, Sprecher des Vorstandes, Aamundo Holding AG, rechnet nicht mit einer neuen Zinsstrategie der EZB. Deshalb rechnet er bei gleichbleibendem Preisniveau mit einem deutlichen Abflachen des Volumens des Transaktionsmarktes vor allem bei großen Vorhaben. „Manager wollen sich nicht in zwei Jahren dafür rechtfertigen, als Letzter auf dem Wipfel des Zyklus zu Spitzenpreisen gekauft zu haben", so seine Erklärung.

Zwei deutsche Sieger
Bei den diesjährigen Mipim-Awards konnten sich zwei deutsche Projekte in die Siegerliste eintragen - drei deutsche Bewerber gingen leer aus. Bei den Wohnimmobilien setzte sich das Projekt Woodie in Hamburg durch, das 2018 bereits den immobilienmanager-Award gewonnen hatte. Der zweite deutsche Sieger kam aus Frankfurt. Die Dom Römer GmbH wurde für ihre Stadterneuerung der Frankfurter Altstadt ausgezeichnet.



Ohne Award in der Tasche auf Heimreise ging es für die Macher des Shoppingcenters Bikini Berlin, des Merck Innovation Centers in Darmstadt und der Messehalle Nr. 12 in Frankfurt.

Catella-Researcher Beyerle hatte die Mipim noch für eine kleine Privaterhebung genutzt: Aus Perspektive eines Herstellers von Krawatten sei die Messe in Cannes ein offensichtliches Desaster. "Wenn 'keine Krawatten' ein Zufriedenheitsindikator wären, lasst sich ableiten, dass die Immobilienwirtschaft in Cannes rundum zufrieden ist mit der aktuellen Marktsituation."

15.03.2019