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LEG und TAG sprechen über Fusion

Die beiden Immobilienkonzerne besitzen zusammen gut 220.000 Wohnungen.

Lars von Lackum (Foto: LEG Immobilien AG)
LEG-Chef Lars von Lackum (Foto: LEG Immobilien AG)

Zwei der größten deutschen Wohnungskonzerne sprechen über eine mögliche Fusion. Dies hat die LEG Immobilien AG hat in einer Ad-hoc-Mitteilung bekanntgegeben. "Ein solcher Zusammenschluss würde im Wege eines öffentlichen Angebots an die Aktionäre der TAG umgesetzt, ihre Aktien in Aktien der LEG zu tauschen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ungewiss, ob eine Transaktion vereinbart und bekannt gegeben wird", heißt es in der Mitteilung.

Die LEG Immobilien AG ist der größere der beiden Konzerne: Sie kommt derzeit auf eine Markkapitalisierung von rund 7,7 Milliarden Euro, TAG Immobilien auf gut drei Milliarden Euro. Die LEG hat rund 136.000 Einheiten in ihrem Bestand, bei der TAG sind es 85.000. Bei den Mitarbeiterzahlen ist der Unterschied weniger groß: Die LEG beschäftigt rund 1.400 Menschen, die TAG 1.250.

Die Bestände der beiden Unternehmen überschneiden sich kaum: Die LEG ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, die TAG hat ihren Schwerpunkt im Osten und Südosten Deutschlands.

Die Börse reagierte einigermaßen positiv auf die Ankündigung. Vor allem die TAG profitierte davon: Ihre Papiere zogen um gut sieben Prozent auf 22,18 Euro an. Die Anteilscheine von LEG legten um rund ein Prozent zu.

In der deutschen Wohnimmobilienbranche ist einiges los. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, Vonovia und die Deutsche Wohnen würden wieder einmal über einen Zusammenschluss sprechen. Beide dementierten umgehend. Ein entsprechender Versuch war Anfang 2016 gescheitert.

Wenn Sie mehr erfahren möchten: Mit den Merger-&-Acquisitions-Aktivitäten in der deutschen Immobilienbranche befasst sich immobilienmanager in seiner Juni-Ausgabe, die am 2. Juni als ePaper und Printmagazin erscheint.

23.05.2020