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Kanada und Deutschland sind die weltweit am stärksten unterbewerteten Investmentmärkte für Gewerbeimmobilien

Laut einer neuen Analyse von Knight Frank haben die beiden Länder das größte Potenzial, weitere Investitionen aus dem Ausland zu allokieren.

Laut einer neuen Analyse von Knight Frank haben Kanada und Deutschland weltweit das größte Potenzial, deutlich mehr Investitionen aus dem Ausland in Gewerbeimmobilien zu allokieren als bisher. Das internationale Immobilienberatungsunternehmen geht davon aus, dass Kanada weitere 4,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise Deutschland 3,1 Milliarden US-Dollar an Immobilienkapital pro Jahr anziehen könnten.

Die Untersuchung ist Teil des neuen „Active Capital Report“ von Knight Frank und wurde unter Verwendung eines auf die Immobilienbranche maßgeschneiderten „Gravitationsmodells“ durchgeführt. Es basiert auf Modellen, die für Vorausschätzungen des Welthandels verwendet werden.

Mit dem Gravitationsmodell hat Knight Frank zum ersten Mal ein Instrument entwickelt, das über 40 Variablen verwendet, die sich auf zukünftige Immobilieninvestitionen auswirken. Dazu zählen das BIP pro Kopf, die relative Stärke der Währung und der Standort des Ziellandes. Eine wesentliche Rolle spielt auch eine Reihe von berücksichtigten sozialen und kulturellen Faktoren, die sich auf den Kapitalfluss von einem Land zum anderen auswirken, wie zum Beispiel eine gemeinsame Sprache, bestehende Handelsabkommen und gemeinsame Religionsausübung.

Die Analyse zeigt, dass sechs europäische Länder weniger grenzüberschreitende Investitionen in Gewerbeimmobilien anziehen als ihr Potenzial erwarten lässt: Deutschland ist mit 3,1 Milliarden Dollar laut der Berechnung von Knight Frank der am stärksten untergewichtete europäische Markt, gefolgt von der Schweiz, Schweden, Frankreich und Belgien. Ebenfalls deutlich unter dem vom Gravitationsmodell von Knight Frank prognostizierten Niveau liegen die ausländischen Investitionen in Österreich.

Außerhalb Europas stechen laut Knight Frank die Schwellenländern Indonesien und Malaysia mit jeweils einer Milliarde US-Dollar pro Jahr im Vergleich zwischen dem umgesetzten und dem zusätzlich möglichen ausländischen Kapital hervor.

25.06.2018