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JLL Victor: Performancewachstum verlangsamt sich zu Jahresbeginn

Im ersten Quartal 2018 zeigt der Victor-Prime-Office-Index von JLL zwar erneut ein Wachstum, mit +1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal hat sich der Zuwachs aber deutlich verlangsamt.

Der Victor Prime Office Indikator notiert bei einem neuen Höchststand von 183,9 Punkten. Vorwiegend der Vermietungsmarkt gibt über steigende Marktmieten und Leerstandsreduktion Impulse. Überdurchschnittlich performt nur München. Die bayerische Immobilienhochburg profitierte neben steigenden Marktmieten von einer weiteren Absenkung der Spitzenrendite.

R alf Kemper, Head of Valuation & Transaction Advisory JLL Germany: „Die verlangsamte Preisentwicklung basiert auf dem Ausbleiben von weiteren Renditesprüngen. Spitzenrenditen bewegen sich mittlerweile zwischen 2,9 Prozent in Berlin und 3,45 Prozent in Düsseldorf, das Potential für weitere Reduktionen ist begrenzt. Unsere Gespräche mit Investoren machen deutlich, dass hier in der Regel die Schmerzgrenze erreicht und nur noch in Einzelfällen Raum ist für Renditeabsenkungen. Wachstumspotential sehen sie in den Vermietungsmärkten. Basierend auf guten Konjunkturprognosen gehen Anleger bei den Ankaufskalkulationen von weiteren Steigerungen der Marktmietpreise aus. Die bislang erfolgten Zuwächse haben noch nicht die sehr hohen Preise bzw. historisch niedrigen Ankaufsrenditen gerechtfertigt. Ankaufsprüfungen werden dennoch intensiver. Insbesondere im hochpreisigen Segment reagieren Marktteilnehmer teilweise abwartender, selbst in Spitzenlagen. Wie man in Hamburg und München beobachten kann, mutet die 3 Prozent-Rendite-Marke aktuell wie eine natürliche Renditeuntergrenze an.“

Nach einer längeren Phase eher moderaten Wachstums zeigt München einen deutlich überdurchschnittlichen Performancesprung von 4,2 Prozent und notiert bei 188,1 Punkten. Wachsende Mieten gelten auch für die Toplagen der anderen Städte. Teilweise aber eher durch deutliche Steigerung der Durchschnittsmieten, wie etwa in Düsseldorf, wo sich der Indikator um +2,2 Prozent auf 165,3 Punkte erhöht hat. Die Hamburger Innenstadt folgt mit +1,3 Prozent, Berlin mit + 0,8 Prozent und Frankfurt mit +0,4 Prozent.

Auch die Momentaufnahme weiterer Kennzahlen zeigt eine mögliche Entwicklung in Richtung Stabilisierung auf hohem Niveau: Der Risikoaufschlag (JLL-PRP) ist mit 227 Basispunkten quasi unverändert zum letzten Quartal. Der Total Return verzeichnet mit zwölf Prozent einen Rückgang, Ende des vergangenen Jahres lag er noch bei 13,6 Prozent.

07.05.2018