zurück

Jenseits von Brüssel

Unter Europas Immobilienmärkten können Investoren im Nachbarland Belgien derzeit lohnenswerte Investments tätigen.

Zum Beispiel Antwerpen: In Belgien haben Investoren fernab von Brüssel die Chance auf Investment-Highlights (im Bild das Porthouse von Zaha Hadid) (Foto: Olafpictures/Pixabay)
Zum Beispiel Antwerpen: In Belgien haben Investoren fernab von Brüssel die Chance auf Investment-Highlights (im Bild das Porthouse von Zaha Hadid) (Foto: Olafpictures/Pixabay)

Auf dem belgischen Immobilienmarkt können Investoren im Core+ und Value add-Segment derzeit besonders hohe Spitzenrenditen bei Büroimmobilien erzielen. Dafür müssen sie allerdings den Blick über Brüssel hinaus richten, denn die europäische Kapitale nimmt im vergleichsweise kleinen belgischen Markt eine Sonderstellung ein. In den Städten der zweiten Reihe, wie Antwerpen, Gent oder Lüttich reicht die Yield Range laut Savills von 5,0 bis 7,0 Prozent. Zum Vergleich: Brüssel liegt bei 4,0 bis 3,5 Prozent. Auch Logistik, Senior und Student Housing lohnen in Belgien für Investoren einen genauen Blick. Einer der aktiven deutschen Investoren in Belgien ist die Deka. Sie hält insgesamt 19 Objekte in den Portfolios ihrer Fonds – allerdings fast ausschließlich in Brüssel. Lediglich zwei Investments finden sich in Antwerpen, darunter die Büroimmobilie Rubens 2000 SCS im Portfolio des Fonds „Westinvest Interselect“. Im Logistiksektor gehört die Patrizia Immobilien AG mit mehreren belgischen Objekten zu den aktiven deutschen Investoren.

Der belgische Investmentmarkt hat zuletzt – auch aufgrund eines Großabschlusses Fahrt aufgenommen. Allein im ersten Quartal 2019 betrug das Investitionsvolumen mit 113 Millionen Euro mehr als die Hälfte des kompletten Jahres 2018. Gekauft haben laut Cushman & Wakefield ausschließlich inländische Investoren. Das könnte sich ändern, denn in den kommenden Jahren kommen mehrere spekulative Projekte auf den Markt, um die starke Nachfrage zu bedienen. In Antwerpen sind derzeit 121.000 Quadratmeter neue Bürofläche in Bau, in Gent 38.000 und in Lüttich 49.000 Quadratmeter. Vor allem in Antwerpen und Gent rechnen die Immobilienberater noch in diesem Jahr mit nennenswerten Transaktionen.

26.04.2019