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Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Immobilien

Mehr als 70 Prozent der institutionellen Investoren wollen ihre Immobilienquote in den nächsten fünf Jahre erhöhen, wie eine Umfrage von Patrizia ergab.

Investorennachfrage
Der Immobilienmarkt bleibt in Schwung, das ergab eine Investorenumfrage von Patrizia. (Bild: Patrizia Real Estate)

Immobilieninvestments bleiben beliebt. Dies ergab eine Umfrage von Patrizia im Februar, an der sich 222 ihrer institutionellen Investoren beteiligten. Sie ergab, dass 72 Prozent der Befragten ihr Immobilienportfolio in den nächsten fünf Jahren erweitern möchten. Diese Zahl gliedert sich auf in 16 Prozent der Befragten, die angaben, dass sie ihre Immobilienquote in den nächsten fünf Jahren um mehr als zehn Prozent erhöhen wollen. 56 Prozent beabsichtigen, ihre Immobilienquote um bis zu zehn Prozent zu erhöhen.

28 Prozent erwarten, dass sie ihre Gewichtung in Immobilien konstant halten, wobei keiner der Befragten beabsichtigt, seinen Immobilienanteil zu reduzieren. Patrizia zieht daraus die Schlussfolgerung: "Die Ergebnisse zeigen, dass Immobilieninvestments weiterhin sehr attraktiv sind, vor allem vor dem Hintergrund eines langfristig anhaltenden Niedrigzinsumfelds."

Knapp die Hälfte hat wegen Corona umgeschichtet

Zudem haben sich Immobilien in der Corona-Pandemie als stabiles Investment erwiesen. 56 Prozent der Investoren berichten, dass sie keine Anpassungen in ihren Immobilienportfolios vorgenommen haben, und nur ein Prozent hat die Immobiliengewichtung reduziert. Von denjenigen, die als Reaktion auf die Krise umgeschichtet haben, stellten die meisten ihr Engagement auf verschiedene Immobiliensektoren um (19 Prozent), während andere auf Investmentstrategien mit geringerem Risiko setzten (acht Prozent) oder Investments zurückstellten (17 Prozent) und ihre Liquidität erhöhten (sechs Prozent). 14 Prozent schichteten in Aktien, Anleihen, andere Assetklassen oder Infrastruktur um.

Digitale Services als Differenzierungsmerkmal

Da regulatorische Anforderungen immer weiter zunehmen und das Risk Reporting immer wichtiger wird, sehen 79 Prozent der Investoren digitale Services künftig als ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für Immobilien-Investment-Manager.

Angesichts der wachsenden Anforderungen glauben institutionelle Investoren, dass sich die Entwicklung hin zu automatisierten Portfolioanalysen und -berichten beschleunigen wird. 94 Prozent erwarten, dass das automatisierte Reporting an Bedeutung gewinnt, wobei 34 Prozent der Investoren angeben, dass die Bedeutung stark zunehmen wird. 84 Prozent glauben, dass automatisierte Analysen auf Portfolioebene wichtiger werden. Die Investoren sind weniger entschlossen, was den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei Portfolioanalysen angeht. 55 Prozent sagen, dass der Einsatz von KI in den nächsten fünf Jahren zunehmen wird, aber nur sieben Prozent glauben an eine starke Zunahme.

30.03.2021