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Immobilienmärkte weiterhin mit Rückenwind

Helaba rechnet mit einer wachsenden Wirtschaft und einem dauerhaft niedrigen Zinsniveau.

Delle ja, Konjunktureinbruch nein – damit widerspricht Helaba-Immobilienanalyst Dr. Stefan Mitropoulos den derzeit häufig artikulierten Ängste vor einer beginnenden Rezession. Die deutsche Wirtschaft werde in der zweiten Jahreshälfte wieder auf Wachstumskurs schwenken. Der aktuell messbare Verlust an Dynamik werde keine Auswirkungen auf die Immobilienmärkte haben.

Für das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung prognostiziert Segmentchef Christian Schmid deshalb eine weiterhin positive Entwicklung. „Wir sehen derzeit keinen Bereich, in dem die Ampel von Grün auf Gelb umschalten würde.“ Dies gelte bei einer sorgfältigen Auswahl der Objekte auch für Einzelhandelsimmobilien. Schmid verantwortet im Vorstand der Helaba die Geschäftsbereiche Immobilienkreditgeschäft, Debt Capital Markets and Sales Management RE, Immobilienmanagement, Verwaltung sowie die beiden Tochterunternehmen GWH und OFB.

Das auf die eigene Bilanz genommene Neugeschäft belief sich 2018 auf 9,8 Milliarden Euro, 1,5 Milliarden Euro mehr als die Bank zu Beginn des Geschäftsjahrs als Erwartung publiziert hatte. An diesem erreichten Volumen orientiert sich die Helaba auch im laufenden Jahr.

Treiber waren unter anderem das Neugeschäft in Deutschland und in den USA. In London erreichte das Finanzierungsvolumen in etwa das Niveau der Vorjahre – von einem Brexit-bedingten Einbruch kann zumindest aus Sicht der Helaba also keine Rede sein. Das für die Ausplatzierung insbesondere im Verbund der Sparkassen vorgesehene kurzfristige Neugeschäft stieg leicht auf zwei Milliarden Euro an.

Die erzielbaren Margen sind laut Schmid konstant. Perspektivisch müssen sie allerdings Schmid zufolge steigen, um mit den von einer immer aufwändigeren Regulierung und erhöhten Investitionsanforderungen im IT-Sektor getriebenen strukturellen Kosten Schritt zu halten.

30.04.2019