zurück

Immobilienklima im freien Fall

Das Immobilienklima fällt auf ein Niveau, das letztmals im November 2012 erreicht wurde.

Die Verschnaufpause war nur kurz. Nach der vermeintlichen Stabilisierung im Vormonat sehen die befragten Immobilienexperten den Markt im Juni wieder deutlich negativer. Ein Rückgang um 3,1 Prozent entspricht einem Wert von 117,1 Punkten. Auch die Teilindizes weisen deutliche Rückgänge auf. Mi zwei Prozent fällt die Abnahme beim Investmentklima noch moderat aus, berücksichtigt man, dass der Rückgang des Ertragsklimas mit 4,3 Prozent mehr als doppelt so stark ausfällt.

Hotel- und Handelklima widerstehen dem Trend
Mit 120,1 Punkten und einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat fällt der Stimmungsaufschwung des Hotelklimas geringer aus als im Vormonat. Vor dem Hintergrund, dass das Hotelklima in diesem Monat jedoch die einzige Assetklasse darstellt, die überhaupt eine Stimmungsaufhellung verzeichnen kann, ist der erneute Zuwachs dennoch bemerkenswert. Das Handelklima zeigt sich stabil bei 69,5 Punkten (+/- 0,0 Prozent).

Deutlich eingetrübt hat sich die Stimmungslage in den übrigen Assetklassen. Das Büroklima setzt den Negativtrend fort und verzeichnet einen Rückgang um 3,3 Prozent auf nun 134,0 Punkte. Noch deutlicher fällt der Rückgang des Wohnklimas aus. 135,0 Punkte sind nicht nur der niedrigste Wert seit April 2010, sondern entsprechen auch einem erheblichen Rückgang von 7,1 Prozent. Dadurch verliert das Wohnklima auch erstmals seit April 2018 wieder die Spitzenposition. Neuer Spitzenreiter ist das Logistikklima, das zwar ebenfalls einen spürbaren Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat auf nun 138,6 Punkte hinnehmen muss, aber von der noch stärkeren Eintrübung in den anderen Assetklassen profitiert.

18.06.2019