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Hoch hinaus in Halle

Am Riebeckplatz entsteht ein 75 Meter hoher Büro- und Hotelturm. Aufgrund mehrerer aufwändiger Wettbewerbe sind drei Architekturbüros in das Projekt involviert.

Am Riebeckplatz soll ein markantes Hochhaus mit Sockelgebäude entstehen (Bild: KSP Jürgen Engel Architekten)
Am Riebeckplatz soll ein markantes Hochhaus mit Sockelgebäude entstehen (Bild: KSP Jürgen Engel Architekten)

Der Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten aus Berlin hat den Architekturwettbewerb für einen 75 Meter hohen Büro- und Hotelturm am Riebeckplatz in Halle (Saale) gewonnen. In dem 18-geschossigen Turm am Eingang zur Innenstadt sind Büroflächen sowie ein Vier-Sterne-Hotel mit rund 200 Betten geplant. Die Büroflächen sollen in den Etagen eins bis fünf angesiedelt werden. An dem Wettbewerb hatten zehn Architekturbüros teilgenommen.

Grundlage waren die Ergebnisse eines vorangegangenen städtebaulichen Wettbewerbs, aus dem HPP Architekten gemeinsam mit dem Investor GP Papenburg Hochbau als Sieger hervorgegangen sind. Die Stadt Halle hatte das Siegerteam mit der Planung des Rohbaus und Innenausbaus für das Hochhaus auf dem sogenannten Grünen Hügel am Bahnhof beauftragt. Aufgrund der städtebaulich herausragenden Bedeutung des Grundstücks verlangte die Stadt einen Wettbewerb, der die gestalterische Qualität des Gebäudes sichern sollte. Er war in drei Teilbereiche gegliedert: äußere, architektonische Gestaltung der Baukörper (A), Begrünungskonzept für die Dachflächen (B) und Gestaltung der Außenanlagen (C). Am Entwurf von KSP lobte das Preisgericht unter anderem den hohen Vorfertigungsgrad der elementierten Vorhangfassade, die eine schnelle Fertigstellung des Gebäudes ermöglichen soll. Ziel ist es, die Bauarbeiten spätestens 2023 abzuschließen. Laut Entwurf soll auf verklebte Bauteile und Verbundstoffe verzichtet werden, wodurch alle Elemente der Fassade sortenrein demontierbar wären. In den Teilbereichen B und C des Wettbewerbs setzten sich das Büro Schönborn Schmitz Architekten für die Gestaltung der Außenanlagen und HPP für die Ausarbeitung der Dachbegrünung durch.

12.03.2020