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Henderson Park kauft in Berlin

Mit dem Schützenquartier in Berlin-Mitte baut das Unternehmen sein Portfolio um ein weiteres europäisches Landmark-Objekt aus.

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Das Schützenquartier in Berlin-Mitte. (Bild: Henderson Park)

Henderson Park, die europäische Private-Equity-Immobilienplattform, gibt die erfolgreiche Akquisition von vier Büroimmobilien im renommierten Schützenquartier in Berlin-Mitte bekannt. Verkäufer der Immobilien ist die Caleus Capital Partners, die Investmentplattform der Caleus Gruppe. Die Transaktion ist für Henderson Park bereits die dritte Investition innerhalb der letzten zwölf Monate in Deutschland, wo das Unternehmen bereits ein Anlagevermögen von über 500 Millionen Euro verwaltet.

Die Akquisition beinhaltet vier der zwölf Gebäude des Schützenquartiers, die alle über separate Zugänge verfügen und auf 20.337 Quadratmetern hauptsächlich Büroflächen aber auch Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss bieten. Das markante, farbenprächtige Gebäudeensemble, das 1998 auf dem ehemaligen Mauerstreifen errichtet wurde, gilt als eine der wichtigsten Neubauten der Nachwendezeit in Berlin und wurde von dem renommierten italienischen Architekten Aldo Rossi gestaltet.

Die siebenstöckigen Immobilien sind zu einem Drittel an einen mit der Bundesregierung verbundenen Nutzer vermietet; der neu unterzeichnete Mietvertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Die verbleibende Objektfläche ist an mehrere Mieter mit kurzen Mietvertragslaufzeiten vermietet und enthält derzeit einige Leerstände. Hieraus ergibt sich die Gelegenheit, die Mieten auf Marktniveau zu heben.

Obwohl die Objekte in gutem Zustand erworben wurden, plant Henderson Park ein aktives Asset-Management-Programm, um das Potential der gefragten Lage gewinnbringend zu nutzen. Dies umfasst Investitionen in die Konsolidierung von Mieteinheiten und die Verbesserung der Gesamtqualität und des Erscheinungsbildes der Gebäude sowie die Vermietung leerstehender Flächen.

Auch einige umliegende Immobilien haben in jüngster Zeit von Investitionen profitiert, darunter die Entstehung des neuen globalen Headquarters von Axel Springer, dessen bisheriger Hauptsitz gegenüber dem Schützenquartier liegt und ebenfalls vollständig saniert werden soll. Dies wird die Attraktivität des Mikrostandorts weiter stärken.

Das Schützenquartier befindet sich in bester Lage in Berlin-Mitte, dem Hauptgeschäftsviertel der Stadt. Berlin ist der viertgrößte Büroimmobilienmarkt in Europa und verzeichnet aktuell eine geringe Leerstandquote von circa 1,6 Prozent – ein Rekordtief. Verstärkt wird dies zudem durch ein begrenztes Angebot in zentralen Geschäftslagen, wodurch sich weitere Mietwachstumsaussichten ergeben.

Nick Weber, Gründungspartner von Henderson Park, kommentiert: „Auch wenn derzeit viel Unsicherheit am Markt herrscht, glauben wir weiterhin fest an die langfristige Stärke des Berliner Büroimmobilienmarktes und insbesondere an diesen etablierten Mikrostandort. Die Stadt zeichnet sich durch eine natürliche Widerstandskraft aufgrund ihres begrenzten Angebots aus – was noch dadurch verstärkt werden dürfte, dass aufgrund von Covid-19 weniger Bauvorhaben eingeleitet werden – sowie durch die starke Nachfrage einer vielfältigen und zunehmend internationalen Nutzerbasis. Mit dem Schützenquartier wird das Portfolio von Henderson Park um ein weiteres europäisches Landmark-Objekt bereichert. Das Investment bietet uns eine ausgezeichnete Gelegenheit, durch Renovierung, Neuvermietung und Neupositionierung bestehendes Wertsteigerungspotenzial auszuschöpfen."

Der Akquisitionsprozess wurde von Stoke Park Capital begleitet. Stoke Park Capital übernimmt das Asset-Management und wird für die Umsetzung des Business Plans zuständig sein. Henderson Park wurde bei der Transaktion von Freshfields, EY, TA Europe und CBRE beraten; auf Verkäuferseite waren JLL und BNP sowie Pöllath + Partners beratend tätig.

20.04.2020