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Neue Studentenapartments für Hamburg

Am Binnenhafen im Hamburger Bezirk Harburg realisieren Lorenz Gruppe, Nord Project und GBI 174 Apartments für Studierende und Auszubildende sowie eine Kita.

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Baubeginn für das neue Apartmentgebäude ist für Sommer 2021 geplant. (Bild: Nord Project)

Der Bauvorbescheid für das inklusive Staffelgeschoss siebengeschossige Gebäude in der Theodor-Yorck-Straße liegt vor. Der Stadtentwicklungsausschuss und die Bezirksverwaltung Harburg haben der Bebauung zugestimmt. 15 Wohnplätze sind für regionale gemeinnützige Träger vorgesehen. In den Neubau integriert wird zudem eine Kita. „Geplanter Baustart ist im Sommer dieses Jahres. Im Frühjahr 2023 sollen die ersten Studierenden am Binnenhafen einziehen und auch die Betreuungseinrichtungen ihre Arbeit aufnehmen“, beschreibt Frank Lorenz, Geschäftsführer der Lorenz-Gruppe den Zeitplan.

Die Apartments für Studierende und Auszubildende werden vermietet unter dem Markennamen Smartments Student, und durch die FDS gemeinnützige Stiftung betrieben. Das gleiche Prinzip gilt bei vier weiteren Häusern in Hamburg mit insgesamt rund 600 Wohnplätzen. Zwei Smartments Student am Hühnerposten sowie am S-Bahnhof Berliner Tor sind dabei schon im Betrieb, zwei weitere im Bau (Schanzenviertel, Schulterblatt sowie im Münzviertel).

23 Apartments in der Wohnanlage in Harburg werden durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) öffentlich gefördert und deshalb deutlich vergünstigt vermietet. Im frei finanzierten Teil betragen ab Frühjahr 2023 die Mieten rund 510 Euro inklusive der Betriebskosten. „Somit werden die Smartments im Vergleich mit anderen Angeboten vor Ort eher günstiger sein“, erläutert Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer der Nord Project. „Das ist ein wichtiger Vorteil der gemeinnützigen Struktur unseres Betreibers, der FDS Stiftung, mit dem wir bereits langjährig zusammenarbeiten.“ Die Apartments sind 19 bis 20 Quadratmeter groß und vollmöbliert. Insgesamt sind in Deutschland und Österreich 18 Projekte mit 2997 Apartments im Betrieb, sowohl frei finanziert als auch staatlich gefördert konzipiert.

Das Bauvorhaben auf dem Grundstück, das Nord Project und GBI von der von Lorenz Gruppe erworben haben, wird auch von der Verwaltung der Hansestadt begrüßt. „Dieser jetzige Lückenschluss an der Theodor-Yorck-Straße wertet die Stadtregion südlich des Binnenhafens weiter auf“, ist Sophie Fredenhagen, Bezirksamtsleiterin in Harburg, vom Bauvorhaben überzeugt. „Denn hier werden Angebote für gesellschaftliche Gruppen geschaffen, die solche dringend benötigen: Von Studierenden, die eine bezahlbare Wohnung suchen, über Menschen, die aufgrund von Handicaps betreut werden müssen, bis zu Kleinkindern, für die Familien eine passende Versorgung wünschen.“

Dass es in der Hansestadt deutschlandweit mit am schwierigsten für Studierende ist, eine passende Unterkunft zu finden, wurde durch eine aktuelle Untersuchung des Moses Mendelssohn Instituts bestätigt. Nur in München ist der Markt für studentisches Wohnen noch stärker angespannt. „Zwar bleiben wegen Corona etwa internationale Studierende aus und viele Vorlesungen finden online statt. Dennoch haben die jungen Leute in Hamburg weiter große Probleme, eine Unterkunft zu finden“, sagt Gerrit M. Ernst. „Nach dem Ende der Pandemie könnte sich die Situation weiter verschärfen. Trotz Corona-Beschränkungen waren unsere Häuser vollvermietet. Der Markt wird überfordert sein, wenn sich die Lage an den Universitäten wieder normalisiert.“

13.01.2021