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Hagen: Industriepark statt Steinfabrik

Die Hagedorn Unternehmensgruppe entwickelt ein 122.000 Quadratmeter großes Brownfield in Hagen für eine neue Nutzung.

Steinfabrik
Die ehemalige Steinfabrik in Hagen (Bild: Hagedorn)

Die Hagedorn Unternehmensgruppe entwickelt eine ausgediente Fläche an der Hagener Dolomitstraße zu einem Industriepark. Im Sommer dieses Jahres startet der Rückbau. Die einstige Steinfabrik an der Dolomitstraße war lange ein Teil des Haldender Dolomitwerks und stand damit für eine Ära Hagener Industriegeschichte. 2008 übernahm ein österreichisch-brasilianischer Feuerfestkonzern, der den Hagener Standort aber Ende März vergangenen Jahres aufgab. Seitdem liegt die rund 122.000 Quadratmeter große Fläche brach. Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat die Liegenschaft jetzt übernommen und entwickelt sie zu einer baureifen Fläche.

Um die gesamte Fläche baureif zu entwickeln, ist eine Projektlaufzeit bis 2024 angedacht. Die Gütersloher Unternehmensgruppe Hagedorn nutzt für ihre Arbeit die gesamte Kompetenz ihrer Prozesskette: Von Abbruch, Altlastensanierung, Entsorgung und Stoffstrommanagement bis hin zum Tiefbau und der Revitalisierung sowie Entwicklung neuer Nutzungskonzepte.

Im Sommer dieses Jahres soll zunächst mit dem Rückbau der großen Bestandsgebäude begonnen werden, dazu zählen insbesondere die Hallen mit den Brennöfen. Die kleineren Bauten der ehemaligen Verwaltung und Forschung bleiben zunächst als Projektbüros erhalten. Nach dem Abbruch erfolgt die sorgfältige Bodensanierung. In Absprache mit den Behörden wird ein Konzept erarbeitet, um die Schadstoffe im Untergrund sorgfältig zu entfernen.

Industriepark soll entstehen

Herausfordernd bei der Baureifmachung dieses Standorts ist die besondere Topographie des Grundstücks. Um die teilweise enormen Höhenunterschiede ausgleichen zu können, soll vor allem mit den am Standort vorhandenen oder gewonnenen Materialien ein einheitliches Geländeniveau geschaffen werden, welches eine optimale künftige Bebaubarkeit des Grundstücks ermöglicht. Das sogenannte „Cut-and-Fill-Verfahren“ spart Zeit und Kosten und ist außerdem nachhaltiger, weil kein zusätzliches Material benötigt wird sowie die Transportwege wegfallen.

Nach den umfangreichen Rückbauarbeiten soll an dem Standort ein Industriepark verwirklicht werden. Damit trägt die Hagedorn Unternehmensgruppe dazu bei, dass weniger Flächen versiegelt werden und ausgediente Gewerbegrundstücke einer neuen Nutzung zugeführt werden.

06.04.2021