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Frankfurt: Wohnungen ins Mertonviertel

Das frühere Lurgi-Haus im Frankfurter Bürostandort Mertonviertel soll abgerissen und durch ein Wohnquartier ersetzt werden.

Mertonviertel
Das Lurgi-Haus im Frankfurter Mertonviertel (Bild: Roswitha Loibl)

Als reiner Bürostandort weitab der Frankfurter City hat es das Mertonviertel schon lange schwer. Eine Standortinitiative arbeitet seit Jahren an seiner Belebung. Nun schlägt es offenbar einen Weg ein, den die Bürostadt Niederrad bereits geht. Das Lurgi-Haus mit seinen rund 76.000 Quadratmetern Fläche ist verkauft worden; die Käufer, die städtische Wohnungsgesellschaft ABG und der Berliner Projektentwickler GSP, möchten es abreißen und bis zu 1.100 Wohnungen an seiner Stelle errichten. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Der einstige Sitz des Großanlagenbauers Lurgi steht seit Jahren weitgehend leer und ging vor drei Jahren im Rahmen einer Zwangsversteigerung an die Aroundtown SA. Sie soll damals rund 90 Millionen Euro dafür bezahlt haben. Die Stadt erließ 2020 eine Vorkaufssatzung für das Gelände mit dem Ziel, eine weitere reine Büronutzung auszuschließen. Nun soll auf dem rund acht Hektar großen Areal ein Wohnquartier mit Schulen, Kitas und Einzelhandel entstehen. Rund um das Mertonviertel stehen zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser, auch das Wohn- und Universitätsviertel Riedberg liegt in der Nähe.

Die Transaktion von Aroundtown an ABG und GSP wurde von BNP Paribas Real Estate vermittelt.

07.01.2021