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Frankfurt: So hoch ist die Einkommensbelastung durch Mieten

Im Frankfurter Bahnhofsviertel und in der Altstadt ist die Einkommensbelastung durch die Miete am höchsten - das zeigt eine neue KI-Analyse von Prea.

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Die Mainmetropole ist für Mieter die zweitteuerste Stadt Deutschlands. (Bild: Jan Philipp Thiele/Unsplash)

Prea hat mit der hauseigenen künstlichen Intelligenz Mercury und anhand von 50 Milliarden Datenpunkten die Mietbelastung in Relation zum verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen auf Bezirksebene in Frankfurt am Main untersucht. Die Untersuchung ist damit die erste Big-Data-Analyse der Mietbelastung auf Bezirksebene.

„Frühere Untersuchungen haben Durchschnittseinkommen der Stadt herangezogen. Wir haben die Situation granularer analysiert und können jetzt beurteilen, welche Lagen für die dort lebenden Menschen besonders teuer sind“, erklärt Juri Ostaschov, Chief Data Scientist bei Prea.

Im Nordosten von Frankfurt am Main wie auch in Teilen des Bezirk West wohnen die Einwohner besonders günstig. In Berkersheim im Bezirk Nord-Ost schlägt die Nettokaltmiete mit nur rund 13 Prozent des Nettohaushaltseinkommen zu Buche, in Sossenheim und Sindlingen, beide im Bezirk West gelegen, mit rund 14 Prozent.

Die begehrten innerstädtischen Lagen hingegen sind teuer. Ansässige bezahlen oft mehr als 30 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens. Im Bahnhofsviertel sowie in der Altstadt müssen Mieter sogar 38 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens für ihre Wohnung ausgeben. Auch das Westend fällt für Anwohner ins Gewicht: der südliche Teil mit 31 Prozent, der nördliche mit 32 Prozent. Als einziger dezentral gelegener Stadtteil befindet sich Höchst mit 32 Prozent auf den vorderen Plätzen des Prea-Rankings.

„Frankfurt ist für Mieter nach München die zweitteuerste Großstadt Deutschlands. Wenig überraschend sind vor allem die innerstädtischen Lagen besonders teuer“, sagt Gabriel Khodzitski, Gründer und CEO von Prea. „Anhand unserer Analyse können Investoren erkennen, in welchen Lagen welche Zielgruppe wohnt und zu welchen Mietpreisen gebaut werden kann, um nicht am Bedarf der ansässigen Bevölkerung vorbei zu bauen.“

25.09.2020