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Frankfurt: Joint Venture kauft BHF-Bank-Hochhaus

ABG und Hansemerkur haben gemeinsam den Oddo-BHF-Tower in der Mainmetropole erworben. Das erwartete Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei über 300 Millionen Euro.

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Im Oktober 1965 war die offizielle Eröffnung des damals höchsten Gebäudes in Frankfurt. (Bild: ABG)

Die ABG Real Estate Group hat gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Hansemerkur Grundvermögen den Oddo-BHF-Tower in Frankfurt erworben. Nach Auszug des alleinigen Mieters Oddo BHF in 2024 will sie den unter Denkmalschutz stehenden Tower neu konzipieren und in Top-Neubauqualität revitalisieren. Das erwartete Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei über 300 Millionen Euro.

Das Objekt ist vollständig an die Oddo BHF vermietet, die das Gebäude seit mehreren Jahrzehnten zunächst als Eigentümer und später als Mieter nutzte. Die Neukonzeption und Realisierung erfolgt in zwei Phasen durch die ABG Real Estate Group. Zunächst wird das Gesamtobjekt im Rahmen des Planungs- sowie Denkmalschutzrechts konzeptionell auf die neuen Marktstandards und Top-Neubauqualität entwickelt. Die Umsetzung und Baurealisierung soll nach Auszug des Mieters erfolgen und soll spätestens 2027 abgeschlossen sein. Verkäufer des Objekts ist ein Privatinvestor, den Verkaufsprozess steuerte CBRE, die Transaktion begleiteten die Rechtsanwaltskanzleien Hengeler Mueller sowie Wagensonner und die Finanzierung begleitete die DZ Hyp.

„Die ABG ist mit dem Erwerb dieser außergewöhnlichen Landmark-Immobilie als Investor und Developer an den Frankfurter Immobilienmarkt zurückgekehrt, von dem ich auch persönlich sehr überzeugt bin. Die Ikone zwischen Moderne und Tradition wird in Frankfurt nach der Revitalisierung wieder eine herausragende Rolle in der Frankfurter Architekturlandschaft spielen“, kommentiert Ulrich Höller, Geschäftsführender Gesellschafter der ABG.

Über das Frankfurter BHF-Bank-Hochhaus

Das Grundstück an der Bockenheimer Landstraße 10/Oberlindau 2 mit einer Fläche von knapp 8.400 Quadratmetern und vermietbaren Flächen von knapp 20.000 Quadratmetern ist derzeit mit einem 23-geschossigen Hochhaus, einem angebundenen 6-geschossigen Flachbau sowie einem 2-geschossigen Atrium bebaut. Es zeichnet sich durch seine Bestlage mitten im Prime Spot des Bankenviertels in Frankfurt aus. Die Einbettung in den historischen Rothschildpark schafft ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal.

1961 legte Sep Ruf, der die Nachkriegsarchitektur Deutschlands prägende Architekt, im Zuge des beginnenden Hochhaus-Booms der 60er Jahre erste Architektenentwürfe vor. Im Oktober 1965 fand dann die offizielle Eröffnung des damals höchsten Gebäudes in Frankfurt statt. Als es 1970 zur Fusion zwischen Berliner Handelsgesellschaft mit Frankfurter Bank zur neuen Berliner Handels- und Frankfurter Bank, kurz BHF-Bank, kam, entstand ein Mehrbedarf an Büroräumen, der zum Bezug des Hochhauses führte.

31.08.2020