zurück

Herausforderungen für die Belieferung der „Letzten Meile“

SPONSORED CONTENT - Der europäische Markt für Logistikimmobilien entwickelt sich bereits seit einigen Jahren sehr dynamisch. Dabei gehen mit den Wachstumschancen jedoch auch Herausforderungen einher, insbesondere im Hinblick auf die städtische Warendistribution, die sogenannte „Letzte Meile“.

palett_2

In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Investitionsvolumen in Logistikimmobilien in Europa verdoppelt, sodass Transaktion in dieser Assetklasse mittlerweile 13 % des gesamten gewerblichen Immobilienmarkts in Europa ausmachen. Galten Logistikimmobilien bis vor geraumer Zeit noch als Nischenprodukte, haben sich diese heute als bedeutende Assetklasse etabliert. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der steigende Onlinehandel. Allein in Deutschland ist der Anteil des E-Commerce am gesamten Umsatzvolumen des Einzelhandels von 2,9 % im Jahr 2008 auf rund 10,2 % im Jahr 2018 angestiegen, wobei das Marktpotenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Die Nachfrage nach Logistikimmobilien ist enorm hoch, beschränkend wirken sich jedoch das knappe Flächenangebot und der geringe Leerstand in ganz Europa aus. Die Spitzenrenditen sanken auf Tiefstände von 4,0 % in Großbritannien bzw. 4,10 % in Deutschland, und es ist nicht davon auszugehen, dass das Ende der Fahnenstange bereits erreicht ist.

Mit dem steigenden E-Commerce geht außerdem ein stark zunehmendes Paketaufkommen einher und damit ein wachsender Bedarf an Logistikimmobilien für die Belieferung der „letzten Meile“. Die städtische Warendistribution, sprich die Zustellung einer Lieferung zum Endkunden, ist eine zentrale Herausforderung des zunehmenden Onlinehandels. „Die Verkehrssysteme sind aktuell noch nicht für den wachsenden Warenverkehr ausgelegt. Zudem ergibt sich der Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten für die Distribution, die bei dem ohnehin bestehenden Flächenmangel in den urbanen Zentren nicht ohne weiteres bereitgestellt werden können. Hier sind innovative Lösungen gefragt“, erläutert Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo.  

Um zukünftig schnell und effizient Waren ausliefern zu können, ist ein mehrstufiges Belieferungssystem denkbar. So könnten auf großflächige Distributionscenter im städtischen Umfeld urbane Fulfilmentcenter im innerstädtischen Bereich folgen. Micro-Fulfilmentcenter würden wiederum als Nahversorgungszentren für Same-Hour Lieferungen dienen. Doch auch für dieses mehrstufige System werden Flächen benötigt, die in dem Umfang nicht verfügbar sind. Aus diesem Grund sind (Um-)Nutzungskonzepte gefragt. So könnten ehemalige Gewerbeeinheiten, leerstehende Büroflächen oder auch unausgelastete Parkhäuser und Tiefgaragen als Micro-Fulfilmentcenter oder Warenumschlagsplatz dienen. Insbesondere ausrangierte Supermärkte sowie ausgediente Industrieflächen verfügen bereits über notwendige logistische Ausstattungen und infrastrukturelle Anbindungen.

Gleichzeitig werden neue Nutzungskonzepte gesucht wie beispielsweise die Entwicklung mehrgeschossiger Logistikzentren, wie sie im asiatischen Raum schon länger das urbane Erscheinungsbild prägen. Genauso zukunftsweisend sind Multi-Tenant-Objekte, die durch verschiedene Parteien genutzt werden und so Schwankungen des individuellen Lagerflächenbedarfs ausgleichen können. Aber auch mobile Flächenkonzepte in Form von Containern oder Lieferwagen sind denkbar. Diskutiert werden vermehrt auch innovative Zustellkonzepte wie zum Beispiel nächtliche Lieferung durch leise Elektrofahrzeuge, Drohnen und Zustellroboter.

„Die innerstädtische Logistik bietet ein großes Optimierungspotenzial, befindet sich aktuell aber noch im Pionierstatus. Viele neue Nutzungskonzepte sind noch Zukunftsmusik, andere wie beispielsweise die E-Mobilität werden die innerstädtische Logistik nachhaltig prägen und verändern. Auf jeden Fall wird es zukünftig unerlässlich sein, dass die Akteure der City-Logistik eng zusammenarbeiten, um Redundanzen abzubauen und die Effizienz zu steigern“, so Barthauer.


Deutsche Hypo Logo

17.09.2019