„Wir warten nicht auf Regulierungen, wir packen es an - weil es sich rechnet“, sagt Klaus Franken, CEO der Catella Project Management. (Bild: Pixabay)
„Wir warten nicht auf Regulierungen, wir packen es an - weil es sich rechnet“, sagt Klaus Franken, CEO der Catella Project Management. (Bild: Pixabay)

Nachhaltigkeit & ESG

19. October 2021 | Teilen auf:

„ESG? Wir machen's!“

Catella lebt Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft.

ESG darf nicht nur „Labeling-Trend“ sein, es muss gelebte Philosophie sein. „Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind selbstverständliche Bestandteile aller unserer Projekte. Nicht nur Rendite, auch Wirkung zählt“, fasst Klaus Franken, CEO der Catella Project Management (CPM) zusammen. In den kommenden, herausfordernden Dekaden beweist sich ein Investment über stabile Rendite und über die Wirkung auf alle Stakeholder, Umwelt und Strukturen. Für CPM wie auch für Catella Real Estate AG (CREAG) ist ESG nicht nur ein Trend, sondern seit langem gelebte Realität. „Nachhaltigkeit ist ein Grundpfeiler unserer Unternehmenskultur. Mit unserem ganzheitlichen Ansatz leisten wir jeden Tag einen Zukunftsbeitrag“, ergänzt Dr. Nicole Braun, Head of Sustainability bei der CREAG. „Bereits vor 10 Jahren haben wir den ersten Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt. Nachhaltigkeit ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. Investoren und Stakeholder merken schnell, ob eine wirkliche ESG-Strategie gelebt wird.“

Objektebene:

Bei allen Projekten bezieht CPM alle Stakeholder von Anfang an ein: Bürger im Rahmen von Dialog-Workshops, Städte und Kommunen in Planungs-Workshops unter Einbindung einschlägiger Expert*innen. Viele Eigenschaften einer vernetzten, zukunftssicheren, resilienten, nachhaltigen und lebenswerten Zukunft müssen miteinander in Einklang gebracht werden, kein leichtes Unterfangen aber im Ergebnis überzeugend.

„Wir warten nicht auf Regulierungen, wir packen es an - weil es sich rechnet“ betont Klaus Franken. „Die beiden größten, vom Land zertifizierten Klimaschutzsiedlungen in NRW realisiert Catella, weil wir nachhaltig die Kostenbelastung unserer Nutzer senken und damit unser Investment stärken.“ Das Projekt Seestadt bezieht die Wärmegewinnung nahezu CO2-frei über Wärmetauscher in den Abwasserkanälen. Die Heizkosten der Mieter werden um ca. 1/3 geringer ausfallen, weil im Quartier das Zusammenspiel von Energieerzeugung (regenerativ), -versorgung („kaltes Nahwärmenetz) und -verbrauch (Gebäudedämmung) optimiert wird. Wie bei der Seestadt bieten auch die Düssel-Terrassen alternative Mobilitätsangebote, damit z.B. eine Familie auf das Zweitauto verzichten kann; da bleiben ca. 500 € mehr vom Nettoeinkommen übrig. Neben diesen messbaren, wirtschaftlichen Effekten entstehen durchmischte Quartiere für alle Alter- und Einkommensklassen, Lebensräume in denen alle Funktionen von Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Einkauf, Kultur, Erholung, etc. fußläufig abgebildet werden – die „15-Minuten-Stadt“ ist oberirdisch autofrei, weitgehend begrünt und entsiegelt. „Ein Zugewinn für die Stadtgesellschaft und für uns ein tolles Investment.“

Bei der Auswahl von Investitionsobjekten arbeitet CREAG mit dem Catella Nachhaltigkeitsmonitor, ein spezifisch von Catella mit Unterstützung der imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH ausgearbeitetes Tool zur dezidierten Nachhaltigkeitsanalyse von Immobilien im Investitionsprozess und während der Haltedauer. Bei der Bewertung werden mehr als 150 Kriterien analysiert, darunter jene der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension sowie Kriterien des Immobilienstandortes und in Bezug auf die Mieter. Die Bewertung dieser Vielzahl von Merkmalen ermöglicht eine fundierte Nachhaltigkeitsanalyse – als messbarer Indikator für ein stabiles und langfristiges Investment.

Unternehmensebene:

Auf der Unternehmensebene ist CPM mit dem Titel „Ausgezeichnete Arbeiten“ zertifiziert worden, weil Catella im Sinne seiner schwedischen Wurzeln sozial agiert und schon seit langem emigrationsstämmige Kolleg*innen integriert, Gleichstellung von Mann und Frau praktiziert und Arbeitsbedingungen familienfreundlich gestaltet.

CREAG hat eine eigene Stabsabteilung für Nachhaltigkeit unter der Leitung von Dr. Nicole Braun, um den ständigen Ausbau der Expertise und deren Implementation in allen Unternehmensbereichen voranzutreiben. Einen tiefen Einblick bietet das veröffentlichten „Catella Nachhaltigkeitsstatement“, das transparent die strategische Unternehmensausrichtung verdeutlicht und die Grundlage für eine koordinierte und zielgerichtete Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten darstellt.

Finanzierungs- und Investitionsebene:

Schon seit längerer Zeit ist Catella bewusst, dass Anleger ihr Kapital allocieren, wo auch soziale Verantwortung übernommen wird.

Bereits heute sind vier der sich im Vertrieb befindlichen Immobilienfonds der CREAG als nachhaltige Produkte im Sinne des Artikel 8 der Offenlegungsverordnung einzuordnen. Darunter Publikumsfonds, das Sondervermögen „KCD-Catella Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland“ sowie weitere Spezialfonds, wie der „KCD-Catella Immobilien mit sozialer Verantwortung“ und „Catella Logistik Deutschland Plus“. Diese Sondervermögen verfolgen einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz unter Berücksichtigung der drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Erfolgreich integriert wird dies durch eine Prüfung aller Investitionen anhand ethischer Transaktionskriterien und des Catella Nachhaltigkeitsmonitors. Der „KCD-Catella Immobilien mit sozialer Verantwortung“, der sich insbesondere an Privatkunden, Stiftungen sowie kirchliche, karitative, diakonische und kirchennahe Einrichtungen richtet, setzt zusätzlich durch selbst auferlegte Soziale Leitlinien neue Maßstäbe in der Branche. Gemeinsam mit der Bank J. Safra Sarasin AG wird Nachhaltigkeit zudem erfolgreich in dem Spezial-AIF „Sarasin Sustainable Properties – European Cities“ integriert, der im Jahr 2020 den Scope Award in der Kategorie Sustainability erhalten hat.

Branchenstandards:

Catella hat sich frühzeitig in ESG-Initiativen engagiert, um ambitionierte Branchenstandards zu setzen. CREAG stellt sich ihrer Verantwortung zur Erreichung des EU-Klimaziels 2050 und entwickelt im Rahmen des „ESG Circle of Real Estate“ (ECORE) einen Branchenstandard zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance von Immobilien und Portfolios, der nicht nur national, sondern auch international anwendbar sein soll.

CPM hat aktiv an der Erstellung des „Praxisleitfaden für Social Impact Investing“ des Institut für Corporate Governance in der Immobilienwirtschaft (ICG) mitgewirkt. Im Fokus der Initiative stehen  Immobilieninvestitionen, die neben einer finanziellen Rendite auch messbare soziale und ökologische Wirkung erzielen. Der Praxisleitfaden schafft Transparenz über echte Social Impact Investments, stellt Best Practices vor sowie Tools und Frameworks zur Verfügung, um Impact Investments im gesamten Investmentprozess umsetzen zu können.

Nachhaltigkeit ist ein Grundpfeiler der Catella Unternehmenskultur. Mit dem ganzheitlichen Ansatz kann so ein positiver Beitrag für eine nachhaltig gestaltete Zukunft geleistet werden, sind sich Klaus Franken und Nicole Braun einig.

zuletzt editiert am 02.12.2021