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Erfurt: Wohntürme auf der Zielgeraden

Quarterback will bis zum Sommer 2022 das "Wir-Quartier" mit rund 15.300 Quadratmetern Wohn- und Gewerbeflächen, darunter 146 Wohnungen, fertigstellen.

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Visualisierung des Projekts - der Rohbau am Juri-Gagarin-Ring 158 steht bereits. Nun geht es mit dem Innenausbau der Wohn- und Geschäftshäuser weiter. (Bild: Quarterback)

Das durch das Erfurter Büro Worschech Architects entworfene Ensemble setzt sich aus zwei 53 und 45 Meter hohen Wohntürmen sowie einer sechsgeschossigen Stadtvilla zusammen. Die Hochhäuser ruhen auf breiteren Sockelgeschossen, in denen hauptsächlich die Gewerbeeinheiten untergebracht sein werden. Ein besonderes architektonisches Merkmal bilden die begrünten Fassaden der Türme: „Durch die Fassadenbegrünung erreichen wir vor Ort ein besseres Mikroklima, lindern die Feinstaubbelastung und tragen obendrein zur Biodiversität in der Stadt bei“, erklärt Quarterback-Vorstand Tarik Wolf. „Damit setzen wir ein turmhohes Zeichen für nachhaltiges Bauen – auch über Erfurt hinaus.“

Das Nutzungskonzept soll eine nachhaltige Immobilie für alle Altersgruppen schaffen. „Der Wir-Gedanke steckt beim Wir-Quartier nicht nur im Namen, er ist auch Programm“, so Wolf weiter. Die Mehrgenerationennutzung stehe bei dem Projekt im Vordergrund. So umfasst der Wohnanteil neben herkömmlichen Apartments auch betreutes altersgerechtes Wohnen. Sämtliche Einheiten sind barrierefrei. Sozusagen für das andere Ende des Altersspektrums ist zudem eine Kita vorgesehen. Hierfür wurden bereits Mietverträge abgeschlossen. Das Ensemble verfügt zudem über Büro- und Praxisflächen sowie eine Tiefgarage mit zwei Ebenen.

Das etwa 8.500 Quadratmeter große Baugrundstück befindet sich am nördlichen Rand der Erfurter Altstadt, direkt am Gera-Flutgraben. „Der Juri-Gagarin-Ring ist eine der Hauptadern Erfurts“, sagt Anne-Katrin Köhler, zuständig für die Unternehmenskommunikation bei Quarterback. „Das Wir-Quartier schließt die Lücke entlang der Uferbebauung und wertet den gesamten Straßenzug architektonisch auf. Als neue prägende Dominante in der Nachbarschaft überstrahlt es die umliegende Bebauung, ohne sie jedoch in den Schatten zu stellen.“

04.05.2021