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Empirica warnt vor steigender Blasengefahr

Vor allem in Stagnations- und Schrumpfungsregionen steigt die Blasengefahr. Dort werde die Nachfrage der Kapitalanleger und infolgedessen die Kaufpreise durch die andauernden Niedrigzinsen gepusht.

Der Verlauf des Blasenindex (Foto: Empirica)
Der Verlauf des Blasenindex (Foto: Empirica)

Empirica hat seinen aktuellen Blasenindex für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Darin hat das Analysehaus eine sich ausweitende Blasengefahr festgestellt – vor allem in Stagnations- und Schrumpfungsregionen. Dort werde die Nachfrage der Kapitalanleger und infolgedessen die Kaufpreise durch die andauernden Niedrigzinsen gepusht.

Es sei nicht ungefährlich, wenn dadurch selbst in wachstumsschwachen Regionen vermehrt die Kaufpreise steigen. Denn das mindert nach Einschätzung von Empirica dort die bisherigen Bleibeanreize in Form niedriger Wohnkosten. Vorerst dürfte der Preisanstieg jedoch gerade in den Schrumpfungs- und Stagnationsregionen und zumindest für Selbstnutzer weiterhin durch das neue Baukindergeld etwas kompensiert werden.

In Großstädten bleibt gegenüber dem Vorquartal die Blasengefahr unverändert. Damit wird weiterhin für neun von zwölf Großstädten eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert (Vorquartal neun, vor drei Jahren acht). In Köln ist die Gefahr „mäßig hoch“, in Leipzig „gering“, in Dortmund „sehr gering“.

Vervielfältiger und Preis-Einkommen 
Mieten und Kaufpreise wachsen in 281 von 401 Landkreisen/kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang (Vorquartal 278, vor drei Jahren 199). In 227 Kreisen sind die Kaufpreise den Einkommen enteilt (Vorquartal 214, vor drei Jahren 99). In 18 Kreisen werden zu viele Wohnungen gebaut (Vorquartal 18, vor drei Jahren 14).

Im Ergebnis indiziert der Empirica-Blasenindex für 229 Kreise eine mäßige bis hohe Blasengefahr (Vorquartal 223, vor drei Jahren 126).

03.05.2019