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Düsseldorf: Bebauungsplan für Maxfrei steht

Für das autofreie Stadtquartier Maxfrei von Interboden und Hamburg Team in Düsseldorf-Derendorf ist der Bebauungsplan veröffentlicht worden. 2024 soll das 60.000 Quadratmeter große Quartier auf dem ehemaligen JVA-Gelände fertiggestellt sein.

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Angestrebter Zeitplan für "maxfrei": Baubeginn im 4. Quartal 2020, Fertigstellung des gesamten Quartiers 2024. (Bild: Interboden Gruppe/Hamburg Team/Bloomimages)

Jetzt ist es amtlich: Der Rat der Stadt Düsseldorf hat den Bebauungsplan für das autofreie Stadtquartier "maxfrei" Mitte Mai mit großer Mehrheit beschlossen und jetzt offiziell veröffentlicht. Auf einer der letzten noch zu erschließenden Flächen im Düsseldorfer Stadtzentrum entsteht ein durchmischtes Quartier aus Wohnen und Gewerbe mit großzügigen öffentlich zugänglichen Grünflächen. „Mit der erfolgreichen Baurechtschaffung können wir einen Meilenstein im Projektverlauf abschließen und uns nun auf die detaillierte Ausgestaltung des Quartiers konzentrieren“, sagt Interboden Projektleiterin Marion Schaub. „Jetzt erwarten wir den Erhalt der jeweiligen Teilbaugenehmigungen, um hoffentlich wie geplant ab Oktober 2020 mit den Verbau- und Erdarbeiten zur Erstellung der Untergeschosse beginnen zu können.“

Maxfrei ist ein Joint Venture von Interboden und Hamburg Team, die mit dem Projekt auf dem rund 35.000 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen JVA Ulmer Höh‘ ein durchmischtes Stadtquartier realisieren wollen: Insgesamt sollen hier demnächst über 500 Wohnungen zur Verfügung stehen, die sich in rund 200 freifinanzierte Wohnungen, rund 170 geförderte Wohnungen und rund 170 geförderte Studentenapartments aufteilen. Hinzu kommen 15.400 Quadratmeter Gewerbefläche für Büro, Einzelhandel und Gastronomie. „Die Planungen für diese beiden Gebäude mit anspruchsvoller Architektur laufen auf Hochtouren,“ sagt Christoph Kleiner, Geschäftsführer von Hamburg Team. „Wir wollen in diesem Monat mit unserem Vertriebspartner BNP Paribas Real Estate die Vermietung der Flächen starten.“ Auch der Vertriebsstart für die ersten Wohnungen soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Der Name Maxfrei soll die maximale Freiheit repräsentieren, welche die Bewohner und Mitarbeiter in dem autofreien Quartier und der Nachbarschaft genießen und nimmt Bezug auf die Standorthistorie mit der ehemaligen JVA. Viele Bausteine des autofreien Quartiers stehen bereits fest: Parkanlagen, ein Spielplatz, eine vierzügige Kita, belebte Innenhöfe, grüne Dachgärten, nachhaltige Architekturkonzepte sowie zahlreiche Angebote aus dem Service-Point wie beispielsweise Paketannahme, Reinigung, Gästeapartments und vieles mehr sollen den Menschen im Quartier zur Verfügung stehen. Mit einer eigenen Quartiersapp zur Kommunikation, Steuerung von Smart-Home und dem Abrufen von Serviceangeboten sowie eine Tiefgarage mit rund 500 Stellplätzen soll weiterer Mehrwert geschaffen werden. Im Mittelpunkt des Quartiers steht die ehemalige Gefängniskapelle der „Ulmer Höh‘“, die von einer Baugruppe zu einem sozialen und nachhaltigen Wohnkonzept umgebaut werden soll. Angestrebter Baubeginn für das Stadtquartier ist das vierte Quartal 2020, die Fertigstellung des Quartiers ist für Mitte 2024 geplant.

18.06.2020