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Difi: Stimmung der Finanzierer ist weiter gedrückt

Der Difi zeigt im vierten Quartal 2019 erneut eine Abwärtsbewegung und sinkt um 4,4 Punkte auf minus 15,2 Punkte.

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi) von JLL und dem ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, der Stimmungsindikator für gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Deutschland, zeigt im vierten Quartal 2019 erneut eine Abwärtsbewegung und sinkt um 4,4 Punkte auf minus 15,2 Punkte. „Dabei hat vor allem die um 10,4 Punkte rückläufige Einschätzung der Finanzierungssituation über die vergangenen sechs Monate den Index nach unten gedrückt. Die leicht verbesserte Finanzierungerwartung (+1,6 Punkte) konnte das Ergebnis nicht ausgleichen oder gar ins Positive drehen“, so Anke Herz, Team Leader Debt Advisory JLL Germany.

Das Bürosegment steht insgesamt recht gut da
Als einzige Assetklasse verzeichnet das Bürosegment sowohl bei der Einschätzung der Finanzierungssituation (+2,5 Punkte) als auch bei den Finanzierungserwartungen (+7,9 Punkte) im Vergleich zum Vorquartal einen Auftrieb. Die Finanzierungssituation im zweiten Halbjahr wird per Saldo als recht erfreulich eingeschätzt (Stand: 16,7 Punkte).

Klimaschutz wird Finanzierungskonditionen verändern
In einer Sonderfrage wurden die Umfrageteilnehmer zu den Auswirkungen von fünf globalen Mega-Trends (Anhaltendes Niedrigzinsniveau, Klimaschutz, Digitalisierung, Alterung der Gesellschaft, Urbanisierung) auf die Finanzierungsfähigkeit und -konditionen in den einzelnen Assetklassen in den Big-7-Städten befragt. Über fast alle Assetklassen hinweg sind sich die Befragten darüber einig, dass sich die Finanzierungskosten nicht drastisch verändern werden. Die einzige Ausnahme stellt hier der Klimaschutz dar: Dieser wird laut den Experteneinschätzungen die Finanzierungskonditionen in allen Immobiliensegmenten stark oder sogar sehr stark verschärfen.

05.12.2019