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Diese Effekte hatte die Mietpreisbremse

Eine Untersuchung zeigt, dass die im Jahr 2015 mit viel Diskussionen und öffentlichen Debatten eingeführte Mietpreisbremse praktisch keinen Effekt auf den Wohnungsneubau hatte. Die Ergebnisse des gif-Papers im Detail.

2015 führte Deutschland die sogenannte Mietpreisbremse ein, die Neuvertragsmieten in Wohnungsmärkten regulieren sollte. Eine Ausnahmeregelung für Wohnungen wurde eingebaut, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmalig genutzt wurden. Zweck der Ausnahme war es, Investitionen in den dringend benötigten Wohnungsneubau nicht zu behindern.

Ob das gelungen ist, hat ein Policy Paper der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung gif nun untersucht. Im Ergebnis finden sich kaum Belege dafür, dass der Wohnungsneubau durch die Mietpreisbremse merklich beeinflusst wurde. Leicht positive Effekte lassen sich laut gif allerdings bei Baumaßnahmen im Bestand von öffentlichen und gemeinnützigen Bauträgern feststellen.

Die Ergebnisse widersprechen damit weiten Teilen der ökonomischen Literatur, die häufig die Ansicht vertritt, Mietpreiskorrekturen hätten negative Effekte auf das Angebot an Wohnraum. Das Paper zeigt, dass die in Deutschland eingeführte eher moderate Form der Mietpreisbremse sogar positive Effekte auf die Bautätigkeit haben kann. Die Autoren kommen allerdings auch zu dem Schluss, dass Markteingriffe wie das Bestellerprinzip für Verkäufe oder die Mietpreisbremse an steigenden Preisen und Mieten wenig ändern werden.

Das komplette Paper " Angebotseffekte der Mietpreisbremse " können Sie hier herunterladen.

29.05.2019