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Die Preisverleihung 2019

Die Sieger des immobilienmanager-Award 2019 stehen fest. Hier erfahren Sie, wer die begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen durfte und sehen Impressionen und Videos von der Preisverleihung mit den Gewinnern und Nominierten.

immobilienmanager-Award 2019 - Impressionen vom Galaabend

Am 21. Februar war es wieder so weit: Das Dock.One in Köln-Mülheim bildete die imposante Kulisse für die wichtigste Auszeichnung der Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum. In 14 Kategorien wurden die besten Immobilienprojekte, -dienstleistungen, -strategien und -köpfe des vergangenen Jahres ausgezeichnet.

Wie jedes Jahr hatten sich zahlreiche Immobilienunternehmen mit Ihren Leistungen um einen Award beworben. In elf Kategorien hatten es jeweils drei Finalisten auf die Shortlists geschafft. Lediglich das beste Stadtentwicklungsprojekt, den Kopf des Jahres und den Lifetime Award vergibt die Jury traditionell direkt.

Den Auftakt des Award-Reigens machte an diesem Abend ein Thema, das die Branche aktuell wie kein zweites beschäftigt und verändert: die Digitalisierung. Dass diese erste Auszeichnung mit der Bauwens GmbH ausgerechnet an ein traditionelles Immobilienunternehmen ging, kann als positives Signal gelten. Die etablierten Player überlassen den digitalen Wandel keinesfalls ausschließlich den emporkommenden Start-ups.

Zu den Etablierten der Immobilienwirtschaft gehört ohne Frage auch die Real I.S. AG. Sie hatte in den Augen der Jury unter allen eingereichten Bewerbungen in der Kategorie Management die beste Leistung erbracht. Dem Unternehmen war es gelungen durch Teilabriss und Umbau des Projektes Toren op Zuid in Rotterdam den eigentlich bereits verlorenen Großmieter für einen neuen 20-Jahress-Mietvertrag zu gewinnen. Eine herausfordernde Managementaufgabe, bei kreative Lösungen gefragt waren.

So wie in der Kategorie Kommunikation, in der traditionell besonders kreative Konzepte und Projekte den Sieg davontragen. Die diesjährigen Siegerinnen von der Agentur Textschwester haben sich diesbezüglich bereits einen Namen in der Branche gemacht. Ihre Idee, die Baustelle des Holzhybrid-Büroprojektes The Cradle in Düsseldorf zu einer Blumenwiese umzugestalten überzeugte die Jury. Trotz niedrigem Budget sei es vorbildlich gelungen, das nachhaltige Gebäudeprinzip aufzugreifen, das Projekt positiv aufzuladen und große mediale Aufmerksamkeit zu schaffen.

Auch der nächste Preisträger hatte viel Kreativität bewiesen. Die Familie Räffle verwandelte einen Wasserturm in Radolfzell in ein Null-Energie-Hochhaus mit einem selbst entwickelten Energiekonzept. Sämtliche Umnutzungspläne für das Bauwerk waren zuvor an mangelnder Wirtschaftlichkeit gescheitert. Heute versorgt sich das AquaTurm Hotel über ein intelligentes hybrides Heiz- und Kühlsystem mit Warmwasserspeicher und Batteriespeicher zu 100 Prozent über erneuerbare Energien. Ein Leuchtturm, im wahrsten Sinne des Wortes.

Anschließend warteten die mehr als 400 Gäste gespannt auf die diesjährigen Sieger in den beiden Projektentwicklungskategorien Bestand und Neubau. In der ersten konnte sich das Team der Terraplan Grundstücksentwicklungsgesellschaft über den immobilienmanager-Award freuen. Ihr war es gelungen mit dem Umbau der ehemaligen Großfunkzentrale in Königs Wusterhausen ein Baudenkmal vor dem Abriss zu retten. Den bei Berlin gelegenen Komplex aus dem Jahre 1915 gestaltete Terraplan zu einem außergewöhnlichen Wohn-Ensemble um.

Alle Sieger des immobilienmanager-Award 2019

Kategorie Preisträger Projekt/Zugehörigkeit
Digitalisierung Bauwens GmbH Digitale Transformation Bauwens
Finanzierung Volkswagen Immobilien GmbH VW Immobilien Green Bonds 2018
Investment GBI Unternehmensgruppe Aufbau Smartments-Produktfamilie
Kommunikation textschwester Immobilienkommunikation Miriam Beul - Alexandra Iwan Interboden The Cradle - Blumenwiese
Management Real I.S. Toren up Zuid, Rotterdam
Nachhaltigkeit aquaTurm Hotel GmbH Umbau alter Wasserturm zum Null-Energie-Hochhaus, Radolfzell
Projektentwicklung Bestand terraplan Grundstücksentwicklungsgeselllschaft Am Funkerberg, Königs Wusterhausen
Projektentwicklung Neubau GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen Serielles Bauen
Social Responsibility WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte Hallo neue Nachbarn
Stadtentwicklung Landeshauptstadt Dresden Neumarkt Dresden – Wiederaufbau und Rekonstruktion im Stadtzentrum
Vermittlung & Beratung King & Spalding LLP Beratung der Beos AG un der IntReal
Student/in des Jahres Nico Busch Hochschule 21, Buxtehude
Kopf des Jahres Michael O. Schmutzer Design Offices
Lifetime Klaus-Jürgen Sontowski Sontowski & Partner
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Die nominierten und ausgezeichneten Projekte finden Sie in Kürze zum Download in unserer Preisträgerbroschüre. Alle Preisträger sehen Sie hier noch einmal im Detail (inkl. Video-Interviews unmittelbar nach der Preisverleihung).

Mit dem Thema Wohnen hat sich auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen befasst. Der Verband hat über ein europaweites Vergabeverfahren industrielle Wohnungsbau-Lösungen zusammengetragen, die insbesondere von öffentlichen Wohnungsunternehmen wie aus dem Katalog bestellt werden können. Diesen Vorstoß für serielles Bauen in Zeiten des Mangels an bezahlbarem Wohnraum würdigte die Jury als starkes politisches Zeichen und belohnte ihn mit der Auszeichnung in der Kategorie Projektentwicklung Neubau.

Der immobilienmanager-Award 2019 für das beste Stadtentwicklungsprojekt ging in diesem Jahr nach Dresden. Mit dem Wiederaufbau des Dresdener Neumarktes hat sich über mehrere Jahrzehnte ein Stadtentwicklungsprojekt entfaltet, das in seiner baulichen Umsetzung und in seinem planerischen Prozess absolut herausragend ist. Trotz architektonischer Einzelprojekte ist das Ergebnis ein gefasster Stadtraum von dem sowohl Stadtbewohner wie auch Besucher profitieren. Eine Mischung von rekonstruierten historischen und neuen Fassaden im historischen Stadtgrundriss. Im Rückblick ist es für die Jury herausragend, dass sich Dresden einen eigenen Weg erarbeitet hat, um den Wiederaufbau seines historischen Stadtzentrums möglichst nah am Bestand vor der Zerstörung zu verwirklichen. Entstanden sei ein Gemeinschaftswerk von Verwaltung, Bauherren und engagierter Öffentlichkeit.

Zur Halbzeit der insgesamt 14 Preisverleihungen des Abends stand für alle Gäste jetzt erst einmal der Hauptgang auf dem Programm. Wie in den Vorjahren sorgte das Team von Kirberg Catering für die kulinarischen Highlights beim immobilienmanager-Award.

Für ihr soziales Engagement konnte auch die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte eine Trophäe in die Höhe strecken. Mit ihrem Patenschaftsprogramm „Hallo neue Nachbarn“ fördert sie nahe am Kerngeschäft und durch den Einsatz eigener Mitarbeiter ein verbessertes Zusammenleben ihrer Mieter mit neu zugezogenen Flüchtlingen. Der Fortbestand über mehrere Jahre und die engagierte Kommunikation nach innen und außen zeigen nach Meinung der Jury, dass das Projekt keine kurzfristige PR-Aktion ist.

Mit King & Spalding gab es in diesem Jahr einen Wiederholungstäter unter den Preisträgern des immobilienmanager-Awards. Fünf Jahre nach der ersten Auszeichnung sicherten sich die Anwälte in diesem Jahr zum zweiten Mal den Award in der Kategorie Vermittlung & Beratung. In einem komplexen Mandat hatten sie die Übertragung eine Immobilienportfolios im Wert von 520 Millionen Euro von der Beos auf die Helaba Invest betreut. Den Verkauf hatten sie nicht wie bei ähnlichen Transaktionen üblich als Asset oder Share Deal abgewickelt, sondern über den Verkauf von Fondsanteilen.

In der Kategorie Investment trug in diesem Jahr die GBI AG den Sieg davon. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury die Pionierarbeit des Unternehmens in den vergangenen Jahren bei der Etablierung der neuen Assetklasse „Microliving“ in Deutschland. Mit dem Aufbau der eigenen Produktfamilie „SMARTments“ und der Rundumbetreuung vom Research über die Projektentwicklung bis zum Betrieb der Anlagen, nehmen die GBI und Ihre Schwestergesellschaften eine Alleinstellung am Markt ein. Mit dem frühzeitigen und konsequenten Einstieg in die neue Assetklasse habe die GBI außerordentliches Geschick und Gespür für Trends im Immobilienmarkt bewiesen.

Bevor die persönlichen Auszeichnungen den Abschluss der Preisverleihungen einläuteten, gab es noch einmal eine Auszeichnung für ein Unternehmen. Volkswagen Immobilien hat im vergangenen Jahr als erstes Immobilienunternehmen Green Bonds an Investoren ausgegeben. Für diese ungewöhnlichen Anleihen erhielt die VW-Tochtergesellschaft nicht nur 107 Millionen Euro von Investoren, sondern an diesem Abend auch den immoblienmanager-Award in der Kategorie Finanzierung.

Jüngster Preisträger des Abends wurde anschließend Nico Busch. Der Student der Hochschule 21 in Buxtehude schloss sein Bachelor-Studium in Bau- und Immobilienmanagement als Jahrgangsbester ab, ist sozial engagiert und hat im Rahmen seines dualen Studium bewiesen, dass er sein Wissen in der Praxis anwenden kann.  Er darf sich nun Student des Jahres 2019 nennen.

Als Kopf des Jahres durfte sich anschließend Michael O. Schmutzer feiern lassen. Der Gründer der Design Offices hatte als einer der ersten erkannt, welche Veränderungen die Digitallisierung in die Arbeits- und Bürowelt bringen würde. Die Trends zu flexiblem Arbeiten, kurzen Mietverträgen und agilen Projektteams überführte er in das Geschäftsmodell seines Co-Working-Konzeptes. Trotz der Konkurrenz internationaler Anbieter ist es Schmutzer gelungen, Design Offices in Deutschland zum Marktführer mit 25 Standorten und knapp 100.000 Quadratmetern Fläche zu machen. Einen großen Teil dieses Wachstums generierte das Unternehmen in der Marktphase 2017/2018. Damit hat er bewiesen, dass er nicht nur Trendsetter, sondern auch hervorragender Unternehmer ist, was ihn zum Kopf des Jahres in der Immobilienwirtschaft macht.

Herausragende Persönlichkeit, Förderer, Forderer und produktiver Gründer. Mit diesen Worten umschrieb Laudator Ulrich Höller den diesjährigen Preisträger des Lifetime Awards: Klaus-Jürgen Sontowski. Der Gründer der Projektentwicklungs- und Investmentgesellschaft Sontowski & Partner hat mehrere bedeutende Immobilienunternehmen mit aus der Taufe gehoben und entwickelt. Dabei hat er fränkische Solidität und unternehmerische Kreativität vereint. Er sei bekannt dafür, den verantwortlichen Personen in seinen Unternehmen viel Freiraum zu lassen und sie zu stärken. wie Ulrich Höller aus eigener Erfahrung berichten konnte. Lange Jahre hatte er bei der Deutsche Immobilien Chancen AG gemeinsam mit Sontowski gewirkt. „Ich habe es dir noch nie gesagt, du bist für mich ein echtes Vorbild“, richtete Höller zum Abschluss seiner Laudatio persönliche Worte an Klaus-Jürgen „Son“ Sontowski. Oder kurz und knapp: „Son, du bist ein echt cooler Hund.“

So wurde der diesjährige immobilienmanager-Award mit den beiden abschließenden Preisträgern zu einer fränkischen Party, die noch bis in die frühen Morgenstunden weiter ging.

Autor: Markus Gerharz

22.02.2019