Stadtskyline vor türkisem Hintergrund
Quelle: Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance

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01. September 2022 | Teilen auf:

Die Immobilienwirtschaft im Post-Corona-Umfeld

Vor mehr als zweieinhalb Jahren kursierte erstmals die Nachricht des Corona-Virus in den deutschen Medien. Die Auswirkungen der Pandemie waren und sind teilweise noch immer in nahezu allen Lebensbereichen spürbar – auch die Immobilienbranche blieb von den Auswirkungen nicht verschont.

In der im März erschienenen Studie „Deutschland – Immobilienmarkt im Post-Corona-Umfeld“ der Deutschen Hypo, die Sie HIER finden, haben wir bereits einen Blick auf die Entwicklungen im Immobilienmarkt geworfen. Aber wie hat sich der Markt seitdem entwickelt?

„Die Märkte haben sich als weitgehend stabil erwiesen und die Corona-Krise insgesamt gut überstanden. Befürchtete Szenarien wie eine Verödung der Innenstädte oder ein flächendeckender Leerstand von Büroimmobilien sind nicht eingetreten“, berichtet Frank Schrader, Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance. Die Assetklassen Handel, Logistik, Büro, Wohnen und Hotel sind jedoch in unterschiedlicher Weise und Intensität von der Pandemie betroffen. 

Mehrere Lockdowns und der Boom des Online-Handels haben den Strukturwandel des stationären Einzelhandels wie ein Katalysator beschleunigt. Nun kommt mit der getrübten Konsumstimmung – bedingt durch die hohe Inflation – bereits der nächste Dämpfer. Die dennoch vollen Fußgängerzonen zeigen die Bedeutung der Innenstädte als soziales Zentrum. Um Leben in die Innenstädte zu bringen, ist es zunehmend wichtig, den Fokus auf die Aufenthaltsqualität zu legen. Der Trend geht weg von der Einzelhandels-Monokultur hin zur Mischnutzung von Immobilien.

Die Assetklasse Logistik hat von der Corona-Krise stark profitieren können. Selbst wenn sich der Online-Boom durch eine sinkende Kaufkraft abschwächen sollte, ist weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Logistikimmobilien auszugehen. Hier wirken die Erfahrungen der durch die Pandemie teilweise gestörten Lieferketten nach: Lokale Produktion und Pufferlager gewinnen an Bedeutung.

Das mobile Arbeiten hat sich während der Pandemie etabliert. Mittlerweile ist allerdings erkennbar, dass die Nachfrage nach Büros weiterhin vorhanden ist, vor allem als zentraler Ort der Kommunikation und der sozialen Interaktion. Neben dem Standort werden flexible Nutzungsmöglichkeiten die Nachfrage bestimmen.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist weiterhin ungebrochen hoch - sowohl von privaten Käufern als auch von Investoren. Ausgebremst wird diese Entwicklung nun durch höhere Finanzierungskosten, was den Preisanstieg verlangsamen dürfte. Der Hotelmarkt, der durch die Corona-bedingten Restriktionen substanziell getroffen wurde, befindet sich durch die aktuell starke touristische Nachfrage auf Erholungskurs.

Quelle: Deutsche Hypo Immobilienklima August 2022 in Zusammenarbeit mit bulwiengesa

Auch das monatlich von der Deutschen Hypo ermittelte Immobilienklima, welche unter rund 1.200 Immobilienexpert*innen das Stimmungsbild der Immobilienbranche ermittelt, zeigte im August erstmals seit einem halben Jahr insgesamt wieder eine positive Tendenz. Inwieweit sich der positive Trend fortsetzt, wird neben der weiteren Entwicklung der Pandemie auch stark von den konjunkturellen Risiken abhängen, die durch den anhaltenden Ukraine-Krieg, die Zinswende sowie die Inflation getrieben werden. „Neben den makroökonomischen Rahmenbedingungen müssen wir zudem zahlreiche Megatrends im Auge behalten, die die Entwicklung der Immobilienmärkte beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem die Themen Digitalisierung, demographischer Wandel und vor allem Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre bleiben spannend: Um die Klimaziele der EU zu erreichen und die ESG-Kriterien zu erfüllen, steht der Immobilienbranche eine umfassende Transformation bevor“, so Frank Schrader.

zuletzt editiert am 01.09.2022