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DIC will Ergebnis nochmals steigern

Die DIC Asset AG konnte 2018 ihr operatives Ergebnis auf Rekordniveau steigern. Vor allen Dingen das Fondsgeschäft brummte. 2019 erwartet das Aktienunternehmen deshalb gleich den nächsten Ergebnisrekord.

Die DIC Asset AG hat am heutigen Freitag ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht: Das operative Ergebnis (FFO) wuchs signifikant um 13 Prozent auf 68 Millionen Euro (Vorjahr: 60,2 Millionen Euro) und erreicht damit Rekordniveau. Dies ist insbesondere auf die hervorragende Performance der Trading-Plattform im Fondsgeschäft und die damit deutlich höheren transaktionsbedingten Managementerträge zurückzuführen.

Das Konzernergebnis liegt bei 47,6 Millionen Euro und stieg um sechs Prozent – ohne den Einmaleffekt in 2017 durch den Aktientausch der Anteile an der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG in Aktien an der TLG Immobilien AG. Die Assets under Management (AuM) liegen zum 31. Dezember 2018 bei 5,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,4 Milliarden Euro).

Für das Jahr 2018 wird der Vorstand der DIC Asset AG der Hauptversammlung am 22. März 2019 aufgrund des erfolgreichen Geschäftsjahres eine erhöhte Dividende von 0,48 Euro je Aktie vorschlagen, die auch als Aktiendividende zur Verfügung steht. Die Dividendenrendite in Bezug auf den Jahresschlusskurs 2018 beläuft sich damit auf 5,3 Prozent.

„In allen Segmenten konnten wir unsere Immobilienkompetenz demonstrieren, insbesondere bei der Like-for-like-Steigerung der Mieteinnahmen im Commercial Portfolio um 2,7 Prozent, der deutlich verringerten Leerstandsquote und den längeren durchschnittlichen Mietvertragslaufzeiten. Durch die hohe Marktwertsteigerung unserer Immobilien haben wir nachhaltig Werte geschaffen, die sich auch im verbesserten Loan-to-Value widerspiegeln“, kommentiert die Vorstandsvorsitzende Sonja Wärntges das abgelaufene Geschäftsjahr.

Der Net Asset Value der DIC liegt erstmals über einer Milliarde Euro und damit auf Rekordniveau. Im Fondsbereich hat das Unternehmen zwei neue Spezialfonds aufgelegt und die Erträge um 73 Prozent gesteigert. Zum Stichtag hatte die DIC 5,6 Milliarden Euro Assets under Management .

Commercial Portfolio mit starker Leerstandsreduktion und Marktwertsteigerung
Die Qualität des Portfolios wurde im Geschäftsjahr 2018 weiter gesteigert: Mit 101 Immobilien (Vorjahr: 113 Immobilien) erhöhte sich der Wert der Assets under Management auf rund 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,6 Milliarden Euro). Die Bruttomieteinnahmen lagen mit 100,2 Millionen Euro planmäßig unter dem Vorjahr (109,7 Millionen Euro). Like-for-like wurde ein Bewertungseffekt auf die Immobilien des Commercial Portfolios in Höhe von 159,4 Millionen Euro bzw. 10,4 Prozent erzielt. Die EPRA-Leerstandsquote sank um 24 Prozent auf 7,2 Prozent zum 31. Dezember 2018. Die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit (WALT) verbesserte sich deutlich von 5,1 Jahren auf 5,8 Jahre. Die Mieteinnahmen konnten like-for-like, d. h. ohne Berücksichtigung von Transaktionen, um 2,7 Prozent gesteigert werden.

Siebter und achter Spezialfonds gestartet, hochprofitable Exits
Die Strategie, das Fondsgeschäft als Trading-Plattform am Markt zu etablieren, wurde im Geschäftsjahr 2018 sehr erfolgreich vorangetrieben. Unter Berücksichtigung der intensiven An- und Verkaufsaktivitäten im Fondsbereich ergab sich netto ein Zuwachs der Assets under Management auf 1,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,5 Milliarden Euro). Neu an den Start gingen 2018 die beiden Spezialfonds DIC Office Balance V (Zielrendite 4,0 bis 4,5 Prozent) und DIC Metropolregion Rhein-Main (Zielrendite 3,5 bis 4,5 Prozent). Die Erlöse aus Managementdienstleistungen steigerten sich im Geschäftsjahr 2018 um 12,7 Millionen Euro auf 31,6 Millionen Euro, insbesondere aufgrund der hohen Transaktionserlöse von 20,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,4 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung der Beteiligungserträge von 5,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro) verbesserten sich die Erträge im Fondsgeschäft deutlich um 73 Prozent auf 37,3 Millionen Euro (Vorjahr: 21,5 Millionen Euro).

Wachsendes Drittgeschäft im Segment Other Investments
Die Assets under Management wuchsen im Segment Other Investments auf 2,1 Milliarden Euro an (Vorjahr: 1,3 Milliarden Euro), davon stammen 1,7 Milliarden Euro aus dem Drittgeschäft (Vorjahr: 0,8 Milliarden Euro). Die Erträge aus dem Immobilienmanagement wurden von 1,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,0 Millionen Euro gesteigert. Die Beteiligungserträge belaufen sich auf insgesamt 10,1 Millionen Euro und beinhalten im Wesentlichen die vereinnahmte Dividende aus der TLG-Beteiligung (Vorjahr: 26,4 Millionen Euro). Das Ziel, die noch verbleibenden Joint-Venture-Objekte vollständig zu verkaufen, wurde im Geschäftsjahr 2018 erreicht. Mit dem geplanten Verkauf des TLG-Anteils von 14 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2019 werden weitere Mittel für das Unternehmenswachstum bereitstehen.

Finanzierungsstruktur weiter optimiert, Loan-to-Value auf 53,1 Prozent gesenkt
Aufgrund der Emissionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 sank das Zinsergebnis auf -36,8 Millionen Euro (Vorjahr: -35,1 Millionen Euro). Durch die Rückzahlung der Anleihe 13/18 sowie die Begebung der neuen Anleihe 18/23 konnte die durchschnittliche Laufzeit der Finanzschulden bei 3,9 Jahren stabilisiert werden (Vorjahr: 4,6 Jahre). Der durchschnittliche Zinssatz über alle Bankverbindlichkeiten lag unverändert bei 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Der EPRA Net Asset Value erhöhte sich aufgrund der hohen Bewertungseffekte des Immobilienvermögens um 21 Prozent auf 1.085,8 Millionen Euro (Vorjahr: 900,0 Millionen Euro). Im gleichen Zusammenhang wurde der Loan-to-Value (LtV) auf 53,1 Prozent gesenkt (Vorjahr: 57,0 Prozent). Die bilanzielle Eigenkapitalquote konnte v.a. durch das hohe Konzernergebnis sowie die gute Annahmequote der Aktiendividende auf 36,0 Prozent verbessert werden (Vorjahr: 35,4 Prozent).

Prognose 2019
Für das Jahr 2019 rechnet die DIC Asset AG mit stabilen Bruttomieteinnahmen von 98 bis 100 Millionen Euro. Ankäufe werden im Volumen von rund 500 Millionen Euro und Verkäufe in der Bandbreite von 200 bis 230 Millionen Euro über alle Segmente erwartet. Der FFO soll abermals steigen und wird mit rund 70–72 Millionen Euro prognostiziert.


08.02.2019