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Deutlich weniger verfügbare Ladenfläche in Berlins Toplagen

In Berlin und Düsseldorf haben die Einzelhandelsmärkte in den vergangenen zwölf Monaten die stärkste Vermietungsdynamik entwickelt.

In Berlin und Düsseldorf haben die Einzelhandelsmärkte in den vergangenen zwölf Monaten die stärkste Vermietungsdynamik entwickelt. Das geht aus einem Vergleich der Verfügbarkeitsquote hervor, die JLL vor rund einem Jahr eingeführt hat. Danach hat es die Hauptstadt binnen eines Jahres geschafft, ihre verfügbare Fläche in der Top-1a-Lage von 11,6 auf 6,6 Prozent fast zu halbieren. In Düsseldorf sank die Quote der verfügbaren Fläche unterdessen von 3,1 Prozent auf nur noch 1,9 Prozent. Damit liegt die NRW-Landeshauptstadt nun mit München (zwei Prozent) an der bundesweiten Spitze.

Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany: „Die Verfügbarkeitsquote spiegelt die sehr hohe Attraktivität von Städten wie Düsseldorf und München wider, wo ein Ladenlokal meist längst wiedervermietet ist, ehe der Nutzer auszieht. Entsprechend signalisiert die Quote auch, wie stark die Position des Vermieters bei den Verhandlungen mit Nutzern ist. Die deutlich verknappte Verfügbarkeit in Berlin zeigt beispielhaft, dass mehr Transparenz im jeweiligen Markt auch zu mehr Abschlüssen führen kann, weil Vermieter und Mieter realistischer in Vertragsverhandlungen gehen.“ Zu den prominentesten Berliner Anmietungen der jüngsten Zeit zählen Hugendubel mit 1.600 Quadratmeter im Europa-Center sowie Muji mit 1.700 Quadratmeter im Marmorhaus auf dem Kurfürstendamm.

Rund 142.000 Quadratmeter der analysierten zwei Millionen Quadratmeter sind verfügbar
Der Schnitt der bundesweiten Big 9 entwickelte sich leicht positiv: Die verfügbare Fläche unter den untersuchten knapp zwei Millionen Quadratmeter in Toplagen ging von 155.000 Quadratmeter auf 142.000 Quadratmeter beziehungsweise von acht Prozent auf 7,3 Prozent zurück. Die Anzahl der verfügbaren Ladenlokale blieb nahezu konstant und nahm nur um fünf Objekte auf 242 zu. Positive Veränderungen verzeichnete auch Frankfurt, wo die verfügbare Fläche in den zentralen Lagen um 1,4 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent sank. In Hannover verringerte sich die verfügbare Fläche derweil um 0,3 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent.

05.06.2019