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Das waren die größten Immobilien-Deals im Jahr 2017

Eine Viertel Milliarde Euro ist viel Geld, auch für Investoren. Dennoch ist die Liste mit Immobilien-Deals des Jahres 2017, die mindestens eine Viertelmilliarde Euro schwer waren, lang. Die größte Transaktion kratzte hierzulande sogar an der Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

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Die Liste der größten Immobilientransaktionen 2017 mit einem Volumen von über einer Viertelmilliarde Euro (Quelle: JLL/immobilienmanager)

„Produkte knapp, Nachfrage groß, Preise hoch. Auf diese einfache Formel lässt sich die Situation am deutschen Immobilienmarkt bringen“, berichtet Iris Schöberl, Managing Director und Head of Institutional Client bei BMO Real Estate Partners, mit Blick auf das Investmentgeschehen in diesem Jahr. Die großen Beratungshäuser summierten zum Jahresende das Transaktionsvolumen wenig überraschend sehr hoch. Je nach Bericht stehen für 2017 zwischen 56 und über 58 Milliarden Euro unter dem Strich.

Wo soll bei den hohen Preisen noch Gewinn her kommen?
Betrachtet man die größten und teuersten Deals dieses Jahres, muss man sich fragen, auf welche Renditeaussichten die Käufer hier noch spekulieren. Der größte Deal des Jahres umfasst ein Volumen von rund 1,94 Milliarden Euro – und das nur für den deutschen Anteil am Logicor-Portfolio, das Blackstone an die China Investment Corporation veräußerte. Immerhin verteilt sich diese Summe auf 74 Objekte. Für gerade mal fünf Immobilien legt die Signa die zweitgrößte Summe des Jahres auf den Tisch: 1,5 Milliarden Euro für das Hochhaus „Upper West“ in Berlin, das „Kaufmannshaus“ und die „Alsterarkaden“ in Hamburg sowie das im Bau befindliche Einkaufszentrum „Upper Zeil“ in Frankfurt am Main und eine 50-prozentige Beteiligung am „Karstadt am Münchner Hauptbahnhof“.

Entwicklung der Spitzenrenditen (Quelle: JLL/immobilienmanager)
Entwicklung der Spitzenrenditen (Quelle: JLL/immobilienmanager)

Nicht alle Anleger trauen der derzeitigen Hochstimmung am Investmentmarkt. „Auch wenn die langanhaltende Aufwärtsentwicklung manchmal zu anderen Schlüssen verleiten könnte: Am Immobilien-Investmentmarkt gibt es unverändert Zyklen. So stellen sich Marktteilnehmer mit jedem neuen Boomjahr die Frage, wie lange die Aufwärtsentwicklung noch anhalten und wie hart ein möglicher Rückschlag sein wird“, beobachtet etwa Nikolai Dëus-von Homeyer, Geschäftsführer NAS Invest. Doch er selbst sieht vorerst keine Gewitter am Markt aufziehen: „Wir gehen nicht davon aus, dass der Immobilienmarkt in Deutschland kurz vor einem Wendepunkt steht.“

Viele Anleger sehen es wohl ähnlich und setzen dabei auf bewährte Standorte. Denn auffällig ist, dass viele der teuren Einzeltransaktionen in Berlin und Frankfurt am Main über die Bühne gingen. In der Gruppe der Deals mit einem Wert von über einer viertel Milliarde Euro war nur einer, der in der sonst so teuren Immobilienhochburg München realisiert werden konnte. Dies liegt aber wohl eher am mangelnden Angebot als an der Investitionsbereitschaft der Anleger in der bayerischen Landeshauptstadt.

Autorin: Bianca Diehl

Dieser Beitrag ist der Auszug eines Artikels aus der Dezember-Ausgabe von immobilienmanager .

08.01.2018