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Corona trifft auch Rechtsanwälte hart

Immobilien- und Baurechtler aber weniger stark betroffen als andere Fachgebiete.

Auch Rechtsanwälte leiden unter Verdienstausfällen wegen der Corona-Krise. Die Bundesrechtsanwaltskammer (www.brak.de) hat das Ausmaß nun dokumentiert in einer Umfrage, an der sich knapp 14.500 Anwälte beteiligt haben. Das Resultat der ersten vier Corona-Wochen: Nur 23 Prozent haben keine wirtschaftliche Schäden zu verzeichnen.

Dabei trifft es Immobilien- und Baurechtsexperten weniger hart als ihre Kollegen aus anderen Rechtsgebieten, berichtet die Fachpublikation Legal Tribune Online. In den Bereichen Immobilien-, Arbeits-, Versicherungs-, Verwaltungs- und Medizinrecht gaben etwa 25 Prozent an, bisher keine wirtschaftlichen Einbußen erlitten zu haben. Staatliche Soforthilfe benötigen 40 Prozent aus diesen Rechtsgebieten.

Im Baurecht, aber auch im Datenschutzrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht und Steuerrecht ist die Quote derjenigen, die noch keine wirtschaftlichen Einbußen verzeichnen, etwas niedriger als im Durchschnitt. Rund 27 bis 30 Prozent gaben an, dass sie finanziell noch keine negativen Corona-Folgen spüren. 50 Prozent dieser Anwälte benötigen keine staatliche Unterstützung.

Am heftigsten trifft die Pandemie die Strafrechtler. Nur 13,8 Prozent von ihnen gaben an, dass sie keine Einbußen hatten im Vergleich zur Vorkrisenzeit.

27.04.2020