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Catella-Studie: Wohnen, Pendeln, Arbeiten

Werden deutsche Arbeitnehmer zu täglich durchschnittlich 45 Minuten Pendelzeit zurückkehren? Wie steht es um die Ansiedlung von Coworking-Flächen? Der neue Market Tracker von Catella Research hat dies in der Praxis untersucht.

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Frankfurt ist die Pendlerhauptstadt Deutschlands - rund jeder zweite Arbeitnehmer kommt von außerhalb. (Bild: Pixabay)

Angesichts immer höherer Impfzahlen gibt es aktuell in vielen Unternehmen Überlegungen über die weitere Nutzung des Homeoffice und die Organisation der Teamarbeit. Taktische und strategische Überlegungen werden die Bereiche Wohnen, Pendeln und Arbeiten neu strukturieren. Werden deutsche Arbeitnehmer zu täglich durchschnittlich 45 Minuten Pendelzeit zurückkehren? Der Faktor Autoverkehr, die geographische Verteilung der Arbeitsstätten und Ansiedlung von Coworking-Spaces beispielsweise am Stadtrand spielen auch für die CO2-Emissionen eine Rolle.

„Mit dem Blick nach vorne wird die auslaufende Pandemie veränderte räumliche Wirkungen entfalten“, erklärt Prof. Dr. Thomas Beyerle, Head of Research, Catella Group. „Hier eine weiter zunehmende Urbanisierung, dort ein Anstieg der Wohnfunktion im Übergangsbereich der Städte und eine anziehende Investitionstätigkeit im ländlichen Raum – sofern dieser über eine Mobilitätsfunktion verfügt, etwa einen Bahnhof oder Autobahnanschluss. Wir erwarten deshalb für die Nach-Corona-Entwicklungsphase eine stärkere Zersiedelung und zunehmende Disparität zwischen Kernstädten und ländlichen Räumen.“

Einige Fakten der Studie im Überblick:

  • Die Pendlerhauptstadt Deutschlands unter den Top-7-Städten ist Frankfurt. 48 Prozent der Arbeitskräfte in Frankfurt kommen von außerhalb. Auch Düsseldorf und Stuttgart haben ein hohes positives Pendlersaldo.
  • Unter den D-Standorten ist Schweinfurt (Pendlersaldo 61 %) Spitzenreiter, gefolgt von Wolfsburg und Passau.
  • In Bottrop hingegen pendeln 65,9 Prozent der Berufstätigen nach außerhalb, gleichzeitig pendeln Personen zur Arbeit nach Bottrop ein, sodass sich ein Pendlersaldo von -31 Prozent ergibt.
  • Seit etwa 2012 gewinnen ländliche Kreise erneut an Bevölkerung: Ein neuer Suburbanisierungstrend ist zu erkennen.
  • Beispiel München: von rund 415.000 Einpendlern aus dem Großraum München nutzen 290.000 den PKW für den Arbeitsweg in die Stadt, im Durchschnitt über eine Strecke von mehr als 10 Kilometer (einfacher Arbeitsweg)
  • Es gibt ein enormes CO2-Einsparungspotenzial von 18.000 Tonnen pro Jahr, wenn Beschäftigte im Großraum München zwei Tage pro Woche in einem Coworking-Space am Stadtrand verbringen würden.

Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download .

16.06.2021