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Bundesregierung baut Hürden für Mitarbeiterwohnen ab

Die Bundesregierung will vergünstigtes Vermieten von Arbeitgebern an ihre Arbeitnehmer fördern. Details zum Referentenentwurf, nachdem die Firmen nicht Eigentümer der Wohnungen sein müssten.

Mit einem aktuellen Referentenentwurf will die Bundesregierung die Vermietung von Wohnungen durch Arbeitgeber an Arbeitnehmer erleichtern. Der Entwurf gilt als wichtiger Baustein für die Förderung des Mitarbeiterwohnens und damit des bezahlbaren Wohnens in Deutschland. Das Verbändebündnis „Wirtschaft macht Wohnen“ hat den Vorstoß der Regierung begrüßt.

Geplant ist die Einführung eines Freibetrages. So müssen die Vorteile der verbilligten Vermietung nicht mehr versteuert werden. Der Freibetrag soll gelten, wenn der Vermieter die Wohnung an seinen Arbeitnehmer für bis zu einem Drittel niedriger vermietet als sonst üblich. Der Arbeitgeber muss wiederum nicht selbst Eigentümer der Wohnungen sein, es ist ausreichend, wenn er diese angemietet hat und dem Arbeitnehmer verbilligt überlässt. "Dies kann einen weiteren Schub für den Mitarbeiter-Wohnungsbau bewirken. Denn die steuerlichen Regelungen, wenn Arbeitgeber Wohnungen verbilligt an ihre Arbeitnehmer überlassen haben, waren bislang nicht ausreichend", sind sich BDB, GdW, DGfM, DMB, IG BAU und ZDB in einem gemeinsamen Statement einig.

Derzeit noch große steuerliche Hürde
Dem Projekt Mitarbeiter-Wohnen steht bisher eine große steuerliche Hürde entgegen: Arbeitgeber haben derzeit kaum die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern Wohnungen verbilligt zu überlassen – ohne dass für den geldwerten Vorteil Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Mit dem Referentenentwurf zum 'Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der E-Mobilität' soll sich dies ändern.

Ende der siebziger Jahre gab es in der alten Bundesrepublik rund 450.000 bezahlbare Werkswohnungen. Heute ist der Bedarf nach bezahlbarem Wohnen gerade in den Metropolregionen immens groß. Die Wirtschaft kann hier einen erheblichen Beitrag leisten und beispielsweise auch Grundstücke, die nicht mehr für den Betrieb erforderlich sind, zur Verfügung stellen.

Das Verbändebündnis 'Wirtschaft macht Wohnen' appelliert nun an den Gesetzgeber, diese sinnvolle Regelung auch schnell in Bundestag und Bundesrat zu verabschieden.

28.05.2019