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Bundesrat fordert Nachbesserungen bei der Mieterstromförderung

SPONSORED CONTENT - Auf Initiative von Berlin und Thüringen fordert der Bundesrat von der Bundesregierung mehr Tempo beim Ausbau der Photovoltaik in Städten. Dabei geht es um eine Ausdehnung der Mieterstromförderung und steuerliche Erleichterungen für Anlagenbetreiber.

Foto: campsmum / Patrick Jayne and Thomas
Foto: campsmum / Patrick Jayne and Thomas

Ein verstärkter Ausbau der Photovoltaik ist unabdingbar, will Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen. Besonders flächenschonend lässt sich dies auf ungenutzten Dachflächen bewerkstelligen. Die Stromnetze werden durch dezentrale Erzeugung ebenfalls entlastet. Dies erkennt auch ein aktueller Bundesratsbeschluss an, der dazu auffordert, die Photovoltaik-Potenziale insbesondere in urbanen Räumen zu heben.

Mieterstrom im Quartierskonzept 

Städte als Lebensraum von immer mehr Menschen sind ständig im Wandel. Die Zukunft des Wohnens, der Mobilität und der Lebensqualität wird hier entschieden. Quartierskonzepte als Lösung für die Herausforderungen nachhaltiger Energieversorgung und Energieeffizienz sowie Elektromobilität und Digitalisierung, Stichwort Smart Home, sind im Kommen. In solchen Quartieren soll nach Willen des Bundesrates zukünftig Mieterstrom für alle Bewohner möglich sein. Bisher ist dies nur für die Bewohner des Hauses der Fall, auf dem eine Solaranlage installiert ist.

Förderung auch auf Gewerbeimmobilien möglich

Auch Solaranlagen mit einer Leistung bis zu 250 kWp sollen zukünftig den Mieterstromzuschlag erhalten, damit mehr Be- und Anwohner dezentralen, grünen Strom beziehen können. Bisher liegt diese Grenze bei 100 kWp. Eine weitere Forderung des Bundesrates zielt darauf ab, Solaranlagen mit Mieterstrom auch auf Dächern von Gewerbeimmobilien zu fördern. Diese bleiben bisher bei der Förderung außen vor, obwohl gerade Gewerbegebäude oft hervorragend geeignete Dachflächen bieten.

Verbesserungen der steuerlichen Situation angemahnt

Ein wesentlicher Punkt, der Mieterstromprojekten bisher teilweise komplizierter als nötig macht, wird ebenfalls adressiert: Die Fallstricke des Steuerrechts. Bisher besteht die Gefahr etwa für Vermieter, durch die Einspeisung von Überschussstrom aus der Mieterstromanlage gewerbesteuerpflichtig zu werden. SOLARIMO hat hier allerdings in Kooperation mit einem Steuerberater eine Lösung entwickelt, mit der Immobilienunternehmen auf der sicheren Seite sind. Nichtsdestotrotz sind die angemahnte Verhinderung der Gewerbesteuerpflicht sowie die weitere Nachbesserungen bezüglich der Besteuerung sehr zu begrüßen.

Auch EU-Richtlinien schaffen zusätzliche Anreize

Auch aus der EU kommen positive Signale für Mieterstromprojekte. In der kürzlich beschlossenen Direktive für erneuerbare Energien wird die Befreiung des Eigenverbrauchs, Stichwort Collective Self-Consumption, von Abgaben gefordert. Fällt die EEG-Umlage für selbst verbrauchten Strom vom eigenen Dach (oder dem der Nachbarn), steigt die Attraktivität des Mieterstrommodells zusätzlich.

Sowohl der Bundesrat als auch die EU-Komission haben also augenscheinlich die dezentrale, erneuerbare Energieversorgung in Städten als zukunftsfähige Lösung für die Herausforderungen der Zeit erkannt. Es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung die Forderungen schnell umsetzt und so dem schnelleren Ausbau des Mieterstroms den Weg ebnet.

Mieterstromprojekt auf Gewerbeimmobilie in Leipzig (Foto: Solarimo)
Mieterstromprojekt auf Gewerbeimmobilie in Leipzig (Foto: Solarimo)

Mieterstromprojekte schon heute erfolgreich

Trotz teils fehlender Förderung für große Anlagen und solchen auf Gewerbeimmobilien sowie der komplexen steuerlichen Situation werden genau diese Projekte aber bereits heute umgesetzt. SOLARIMO als Experte für Mieterstrom hat bereits Mieterstromprojekte in allen Ausprägungen erfolgreich realisiert. Etwa eine 121,5 kWp große Solaranlage auf einem Bürogebäude in Leipzig: 75 % des Stromverbrauchs des Gebäudes kann nun mit grünem, günstigen Strom vom eigenen Dach gedeckt werden, wobei über 1.000 t CO2 eingespart werden. Ebenfalls umgesetzt wurden diverse Projekte mit Genossenschaften bundesweit, bei denen neben Expertise für solaren Mieterstrom auch Erfahrung in der steuerlichen Ausgestaltung maßgeblich ist. Trotz dieser Erfolge sind die angemahnten Verbesserungen im Sinne der Energiewende wichtig und richtig.

Kontakt:
SOLARIMO GmbH
Friedrichstraße 200,
10117 Berlin

Tel.: 030/120829-185

17.11.2018