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Bürovermietung nur leicht rückläufig

Die großen Maklerhäuser präsentieren die Büroumsatzzahlen des ersten Quartals 2021 in Deutschland.

JLL Chart
(Bild: Jones Lang LaSalle SE, 2021)

Die Büroumsatzzahlen des ersten Quartals 2021 haben eine Besonderheit: Es ist das letzte Quartal, das sich mit einem Corona-freien Vorjahresquartal vergleichen lässt. Die großen Maklerhäuser in Deutschland stellen in der Mehrzahl einen leichten Rückgang bei den Bürovermietungen fest. Allerdings hängen die Zahlen davon ab, wie viele Städte in die Auswertung einfließen.

Eines kristallisiert sich deutlich heraus: Die öffentliche Hand war in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein besonders aktiver Mieter, der für Stabilität am Büromarkt sorgte. Das hebt Savills hervor und schlüsselt auf: "Insgesamt hat der öffentliche Sektor im ersten Quartal 2021 rund 136.000 Quadratmeter Bürofläche angemietet und zeichnet damit für rund ein Fünftel des Flächenumsatzes verantwortlich. Besonders aktiv zeigte sich der öffentliche Sektor in Köln. Hier machte die Nachfrage der öffentlichen Hand circa 37 Prozent des gesamten Flächenumsatzes aus. Aber auch in Frankfurt am Main und Hamburg betrug ihr Marktanteil rund 30 Prozent." In diesen Städten habe der Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal zugelegt. Dabei verzeichnete den stärksten Anstieg Köln mit einem Plus in Höhe von 127 Prozent., so die Zahlen von Savills.

Einen Rückgang des Flächenumsatzes um acht Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2020 stellt CBRE fest. Das Beraterhaus bezieht sich dabei auf nur fünf Märkte: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Cushman & Wakefield betrachtet dieselben Standorte und kommt auf einen Rückgang von sechs Prozent. Savills nimmt bei seiner Auswertung noch Köln hinzu und kommt auf einen Rückgang von drei Prozent.

Die "Big 7", zu denen auch Stuttgart zählt, hat JLL im Blick und verzeichnet nur ein leichtes MInus von einem Prozent. Colliers betrachtet dieselbe Auswahl, vermeldet aber sogar eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent. Den breitesten Fokus hat BNP Paribas Real Estate, das Essen und Leipzig einbezieht, aber auf Stuttgart verzichtet. Auf dieser Basis beläuft sich der Umsatzrückgang auf sechs Prozent.

Der aktivste Markt war, wie bereits erwähnt, Köln. BNP beziffert das Umsatzplus dort auf 105 Prozent, Leipzig legt um 29 Prozent zu, Hamburg und Frankfurt verzeichnen 23 Prozent mehr, Berlin drei Prozent. In München brach der Umsatz um 42 Prozent ein, in Düsseldorf gar um 46 Prozent.

Die Leerstandsraten im ersten Quartal 2021 sahen laut BNP folgendermaßen aus: 9,0 Prozent in Düsseldorf, 8,1 Prozent in Frankfurt am Main, 4,6 Prozent in Leipzig, 4,2 Prozent in Essen, 4,1 Prozent in Hamburg, 3,4 Prozent in Köln und München sowie 2,6 Prozent in Berlin.

09.04.2021