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Bürospionage: So sieht es bei Immobilienfirmen aus

Sie planen, bauen und vermarkten die modernsten und innovativsten Büros auf der ganzen Welt. Aber wie sehen eigentlich ihre eigenen Bürowelten aus? Eher Behörden-Style oder ein bißchen Google? Wir haben bei sechs Immobilienfirmen „spioniert“.

Hippe Arbeits-Wohlfühloase oder doch eher Zellenbüros im Beamten-Style? Ein Blick in die Büros von sechs Immobilienunternehmen (Foto: officesnapshots.com)
Hippe Arbeits-Wohlfühloase oder doch eher Zellenbüros im Beamten-Style? Ein Blick in die Büros von sechs Immobilienunternehmen (Foto: officesnapshots.com)

Mit der Rutsche aus den oberen Etagen in die Kantine, Kreativboxen in umgestalteten Skikabinen und Besprechungszimmer, die aussehen wie die Spielzimmer von Teenagern aus den 1990er Jahren. Bilder wie diese von hippen Bürokonzepten kennen wir alle – und sie stammen längst nicht mehr nur aus den Headquartern von Google, Facebook oder Zalando.

Wer heute als Corporate ein zeitgemäßes und repräsentatives Büro planen lässt, der erwartet ausgefallene Lösungen. Und so können sich Architekten und Designer kreativ austoben und Immobilienfirmen anschließend an die Umsetzung der Bürowelten gehen.

Aber wie sehen eigentlich die eigenen Büros derjenigen Firmen aus, die für andere im Auftrag die ausgefallensten Arbeitswelten kreieren, bauen und vermarkten? Wir zeigen mit Hilfe der Design-Plattform officesnapshots.com Beispiele von bekannten Architekturbüros und Immobilienunternehmen, die ihren Mitarbeitern auch selbst mehr bieten als Zellenbüros oder Großraumdschungel.

1. CBRE, Madrid
Besprechungstische als Schaukel-Haus, eine CBRE-Ape als Barista-Mobil und jede Menge Kissen, Sofas und Flatscreens: Mit der Bürowelt von CBRE in Madrid wollen die Immobilienberater ihren Kunden zeigen, was sie unter „Workplace 360“ verstehen. Kollaboration, Flexibiltät und Digitalisierung sind die Schlagworte dieser neuen Arbeitswelt.

2. Designliga, München
Designliga ist ein Team von Designern, Beratern, Innenarchitekten und Architekten aus München, die sich für ihre Kunden um Brand Design & Innenarchitektur kümmern. Wer sich um die Markenauftritte von Adidas, BMW, Cartier und Porsche kümmert, der kann selbst kaum in einem 0815-Büro arbeiten. Deshalb hat Designliga in München einen alten Industriekomplex umgestaltet. Dabei wurden vereinzelte Originalteile in die neue Arbeitswelt integriert. Hier geht es weniger verspielt zu, dafür atmet dieses Office aus jeder Pore Design.

3. Schlaich,Bergermann und Partners, Stuttgart
Die Projektliste der beratenden Ingenieure liest sich eindrucksvoll: das One World Trade Center in New York, die Schwimmhalle im Olympic Park und das Maracana-Stadion in Rio oder die Brücke zum Mont Saint-Michel in Frankreich. Am Heimatstandort in Stuttgart haben Schlaich,Bergermann und Partners 2012 zwei Büros in einem siebengeschossigen Gebäude zusammengelegt – mit einer zentralen Kommunikations-Area im Erdgeschoss als Herz.

4. Foster Partners, London
Auf den ersten Blick - zumal auf Fotos - erscheint das Headquarter von Foster Partners in London wenig spektakulär. Eines der weltweit bekanntesten Architekturbüros setzt nicht auf Eyecatcher a la Google-Rutsche oder Besprechungsräume im Spielplatz-Look. Das Gebäude ist dafür extrem lichtdurchflutet und das Architektur-Studio setzt auf Offenheit: Besucher können jederzeit an der Bar dem Treiben der Kreativen zusehen.

5. Drees & Sommer, Hamburg
im Mutterhaus in Stuttgart hat Drees & Sommer bereits vor vielen Jahren ein Konzept umgesetzt. 2015 war schließlich das Dreso-Büro in Hamburg an der Reihe. Dort erstrecken sich die Büros über zwei Etagen an der Alster - inklusive Dachterrasse. Im oberen Geschossen sind die Bürozonen um einen zentralen Meetingpoint arrangiert. Dort lassen sich viele verschiedene Arbeitsformen möglich, vom klassischen Büro bis zu Work Lounges und Think Tanks.

6. Phoenix Real Estate, Frankfurt am Main
Der Projektentwickler ließ sich 2014 in der Stadt am Main ein repräsentatives Büro gestalten. Dabei setzt Phoenix auf eher klassische Büroarchitektur in Kombination mit warmen Holzelementen und üppigen Pflanzen-Boxen. Highlights sind verschiedene leuchtende Neon-Schriftzüge mit Textzeilen aus Beatles-Songs, die den Besuchern und Mitarbeitern ein Schmunzeln entlocken sollen. So findet sich im Chef-Büro von Phoenix Real Estate in Frankfurt etwa der Schriftzug „Eight days a week“ und „We can work it out“ in einem Besprechungsraum.

10.07.2017