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Büroinvestments im ersten Halbjahr über Vorjahresniveau

Ein Transaktionsvolumen von 12,1 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten bedeuten gegenüber 2017 ein Plus von fünf Prozent. 83 Prozent wurde in den Top-7-Standorten investiert. Internationale Investoren finden weniger Objekte.

Transaktionsvolumen, Nettoanfangsrendite und Rendite zehnjährige Bundeanleihe (Quelle: CBRE, Q2 2018)
Transaktionsvolumen, Nettoanfangsrendite und Rendite zehnjährige Bundeanleihe (Quelle: CBRE, Q2 2018)

Am Investmentmarkt für deutsche Büroimmobilien stieg das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent und erreichte damit 12,1 Milliarden Euro im einem ersten Halbjahr. Die durchschnittliche Spitzenrendite in den Topstandorten ging laut dem Immobiliendienstleister CBRE um knapp 0,3 Prozentpunkte auf 3,21 Prozent zurück.

„Für einheimische wie auch internationale Investoren ist Deutschland einer der attraktivsten und sichersten Büroimmobilienmärkte“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. Die Renditekompression setzte sich auch zur Jahresmitte aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage und dem limitierten Angebot insbesondere im Core-Segment selektiv fort.

Im Bürosegment wurden in den Toplagen Düsseldorfs, Münchens, Kölns und Stuttgarts ein weiterer Rückgang der Spitzenrendite registriert. „Aufgrund der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der damit einhergehenden Büroflächennachfrage, die sich in steigenden Mieten äußert, werden Büroimmobilien auch weiterhin für Investoren sehr interessant sein“, so Klein weiter. „Das Investmentgeschehen wird seine Dynamik im zweiten Halbjahr fortsetzen, so dass sich das Transaktionsvolumen im Bürosegment zum Jahresende auf rund 25 Milliarden Euro beläuft.“

Viele Großdeals bestimmen den Markt
Im ersten Halbjahr dominierten vor allem Großtransaktionen den Büroinvestmentmarkt. Insgesamt gab es 36 Transaktionen, jeweils in Höhe von 100 Millionen Euro oder mehr. Zusammen beliefen sich diese Investments auf 6,9 Milliarden Euro. Entsprechend reduzierte sich der Anteil von Portfoliotransaktionen auf elf Prozent. Wie auch am Gewerbeinvestmentmarkt insgesamt fokussierte sich das Marktgeschehen auf die Top-7-Standorte (83 Prozent Anteil am Transaktionsvolumen), auf die 29 der Abschlüsse oberhalb der Marke von 100 Millionen Euro entfielen.

Internationale Investoren aufgrund Angebotsmangels weniger stark vertreten
Wie auch am gesamten Gewerbeinvestmentmarkt engagierten sich internationale Anleger weniger stark als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (41 Prozent, minus 7,1 Prozentpunkte). Dies ist der Produktknappheit bei den präferierten – und auch von deutschen Investoren heiß begehrten – Core-Objekten geschuldet, nicht einer Abschwächung der Nachfrage. In der ersten Jahreshälfte erwarben Investoren vor allem aus dem europäischen Ausland (22 Prozent des Gesamtvolumens), aus Nordamerika (elf Prozent) und Asien (sechs Prozent, hier vor allem Singapur und Südkorea) deutsche Büroimmobilien.



12.07.2018