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Büroinvestments gehen durch die Decke

Dank mehrerer Megadeals liegt das Investmentvolumen auf dem deutschen Büromarkt rund 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Unter den einzelnen Standorten fallen die Ergebnisse allerdings sehr unterschiedlich aus.

Züblin errichtet den Axel-Springer-Neubau in Berlin (Foto: OMA)
Einer der Megadeals des Jahres: Den Axel-Springer-Neubau in Berlin sicherte sich ein norwegischer Staatsfonds (Foto: OMA)

Das Wachstum im deutschen Büroinvestmentmarkt hält an. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wechselten laut dem Immobilienberater Savills Büroimmobilien im Wert von 16,7 Milliarden Euro den Eigentümer – 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Berlin top - Hamburg rutscht ab
Besonders deutliches Wachstum verzeichnete Berlin, wo sich das Volumen auf 3,4 Milliarden Euro mehr als verdoppelte. Dagegen schrumpfte der Hamburger Markt um fast die Hälfte. Insgesamt wiesen die Top-7-Städte aber ein Plus von sieben Prozent auf. In Deutschland insgesamt flossen etwa 41 Prozent des gesamten Gewerbetransaktionsvolumens in Büros. Das entspricht ungefähr dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre.

Drei Viertel des Transaktionsvolumens entfielen auf Einzelverkäufe. Die Veräußerung des Büroimmobilien-Portfolios von Apollo Global Management an die Intown Invest und andere Megadeals im Wert von mehr als 100 Millionen Euro machten etwa die Hälfte des Volumens aus. Zu den drei größten Transaktionen zählten auch die Verkäufe des Axel-Spinger-Mediencampus an den Norwegischen Staatsfonds und der Axel-Springer-Passage an Blackstone und Quincap Investment.

(Quelle: Savills)
(Quelle: Savills)

„Da derzeit insbesondere in Frankfurt diverse großvolumige Bürotürme vermarktet werden, erwarten wir auch in den kommenden Monaten große Einzeltransaktionen“, sagt Marcus Lemli, CEO Germany / Head of Investment Europe bei Savills. „Die in der Spitze und zunehmend auch in der Breite steigenden Mieten sowie schrumpfende Leerstände in den deutschen Top-Märkten heizen auch die Nachfrage am Büroinvestmentmarkt weiter an.“

Investoren brauchen Megadeals für ihre Renditeziele
Ein Grund für die Fokussierung der Investoren auf Megadeals ist der weiterhin hohe Anlagedruck bei großen institutionellen Investoren. „Ein Erreichen der Anlageziele mittels kleinerer Objekte bringt deutlich aufwendigere und langwierige Prozesse mit sich“, erläutert Matthias Pink, Director / Head of Research bei Savills.

11.10.2017