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Büroflächen auf dem Prüfstand

Laut einer aktuellen JLL-Umfrage zum Büroflächenbedarf unter Investoren, Nutzern und Entwicklern wird die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen haben.

jll-umfrage
Anteil der Unternehmen, die mit "stimme völlig zu" oder "stimme zu" geantwortet haben. Anzeige der Branchen mit mindestens sechs Antworten. (BIld: JLL)

Remote Working bei Büronutzern wird stark zunehmen. Und die Corona-Krise wird signifikante Auswirkungen auf den Büroflächenbedarf haben. Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung von Investoren, Nutzern und Entwicklern durch JLL zu Auswirkungen der Corona-Krise im April 2020.

Diese Branchen zeichneten in den als Big Seven bezeichneten sieben größten deutschen Büromärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) in den letzten fünf Kalenderjahren für durchschnittlich 2,5 Millionen Quadratmeter Flächenumsatz jährlich verantwortlich.

„Vermehrtes Remote Working spricht einerseits für eine reduzierte Gesamtfläche; andererseits muss ein veränderter Flächenbedarf nicht bei allen Unternehmen mittel- und langfristig auch notwendig gleichzusetzen sein mit einem reduziertem Flächenbedarf. So stellen zum Beispiel viele Firmen ihre Flächenkonzepte des flexiblen ‚open plan‘ auf den Prüfstand, und bevorzugen zum Teil wieder Zellenbüros“, so Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. Scheunemann weiter: „Andere reduzieren die Arbeitsplatzdichte in ihren offenen Büroflächen. Hinzu kommen Backup-Flächen im Segment Flexible Office Space. Das wiederum spricht für eine steigende Quadratmeterzahl pro Beschäftigten. Somit kommt es letztendlich nicht nur darauf an, wie viele Beschäftigte gleichzeitig remote arbeiten werden, sondern auch, wie genau das Büro mit all seinen Flächenarten gestaltet sein wird. In der Summe erwarten wir aber, dass der Flächenbedarf leicht zurückgehen wird, weil der Effekt des verstärkten Remote-Workings die anderen Effekte überwiegt.“

17.06.2020